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Basketball

17.01.2012

Nowitzki cool: "Noch nicht bei hundert Prozent"

Auch Dirk Nowitzki (l) konnte die Niederlage der Dallas Mavericks bei den Los Angeles Lakers nicht verhindern. Foto: Michae Nelson
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Auch Dirk Nowitzki (l) konnte die Niederlage der Dallas Mavericks bei den Los Angeles Lakers nicht verhindern. Foto: Michae Nelson dpa

Der Höhenflug von Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks ist nach fünf Siegen in Serie gestoppt. Der NBA-Titelverteidiger verlor in letzter Sekunde bei den Los Angeles Lakers 70:73 (35:39).

Damit verspielten die Mavs vor 18 897 Zuschauern im Staples Center von L.A. noch den möglichen dritten Auswärtssieg. Derek Fisher sorgte drei Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier zugunsten der Lakers für die Entscheidung in dem Last-Minute-Krimi. Dallas bleibt aber auf Rang acht in der Western Conference (8:6).

"Man muss Derek Anerkennung zollen. Es war eigentlich ein unmöglicher Schuss von ihm", meinte Nowitzki nach dem Ende mit Schrecken. "Aber genau das ist es, was er macht und kann: Ihm gelingen Siegpunkte." Nowitzki war mit 21 Punkten bester Werfer bei Dallas, beging aber auch viele unnötige Fehler. Mit einer Durchschnittsquote von 17,7 Zählern und 5,2 Rebounds pro Match ist er dennoch so schwach wie seit über zehn Jahren nicht mehr gestartet.

"Einerseits war ich am Anfang noch nicht bei hundert Prozent. Andererseits spielen wir einen Basketball, bei dem es nicht um die Statistik von Einzelnen geht", zog Nowitzki in einem Interview mit dem Internetanbieter "spox.com" eine erste Zwischenbilanz nach dem holprigen Start. "Wir zeigten schon letztes Jahr, dass wir ausgeglichen und unberechenbar sind und so erfolgreich sein können." Jetzt sei das Team fitter als am Anfang. "Die nächsten Spiele werden zeigen, wie weit wir wirklich sind."

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Wie zuversichtlich Deutschlands Sportler des Jahres wirklich ist, drückte er im Nachsatz aus. "Ich habe von Anfang an gedacht, dass wir wieder um den Titel mitspielen. Panik gab es nie. Seit zehn, elf Spielen haben wir aber einen großen Schritt nach vorne gemacht." Vor allem die Verteidigung habe sich stark verbessert. "Das war letztes Jahr unser Schlüssel."

Mavs-Headcoach Rick Carlisle ärgerte sich besonders über den taktischen Fehler vor der Entscheidung: "Wir haben erwartet, dass Kobe Bryant den Pass zu Fisher macht. Wir wollten Kobe vorher den Ball abjagen, aber kamen nicht rechtzeitig." Bryant (14) blieb als bisher saisonbester NBA-Korbjäger mit einem Schnitt von 32 Punkten pro Spiel weit unter seinen Möglichkeiten. Dafür sprang Center Andrew Bynum mit 17 Punkten und 15 Rebounds ein.

Trotzdem hätte sich Dallas noch in die Verlängerung retten können. Aber Neuzugang Vince Carter (6) vergab mit der Schlusssirene den möglichen Dreier zum Remis. Bei der Aktion verletzte sich Carter obendrein am Fuß, ein Bruch wurde aber ausgeschlossen. Auch von den übrigen Stars fehlte die große Unterstützung für den 2,13-Riesen Nowitzki. Beide Teams hatten Mühe aus dem Feld zu treffen, die Wurfquoten lagen unter 40 Prozent.

Zum emotionalen Moment wurde die Rückkehr von Lamar Odom in der Halle seines ehemaligen Arbeitgebers. Der Neu-Maverick wurde bei seiner Einwechslung von den Fans im Staples Center mit Standing Ovations empfangen. Mit seinen Ex-Mitspielern wie Kobe Bryant, der sich über den von der Clubführung erzwungenen Abgang von Odom stets missmutig geäußert hatte, witzelte der Publikumsliebling häufig - und traf gleich seinen ersten Versuch. Danach verflachte auch sein Spiel, zehn Punkte sprangen heraus. In der neuen Saison konnte Odom noch nicht recht überzeugen. Lakers-Matchwinner Fisher macht sich um seinen alten Kumpel keine Sorgen: "Lamar ist ein harter Junge, der schafft das schon."

Bereits die zehnte Niederlage musste Chris Kaman mit den New Orleans Hornets verkraften. Der deutsche Nationalspieler kam beim 77:84 in eigener Halle gegen die Portland Trailblazers auf zwölf Punkte und sechs Rebounds. Die Hornets stagnieren damit bei lediglich drei Siegen. Überraschend schwach präsentierte sich Meisteranwärter Chicago Bulls. Ohne MVP Derrick Rose war das Team gegen die Memphis Grizzlies beim 86:102 chancenlos. Besser machten es die Los Angeles Clippers, die ohne Olympiasieger Chris Paul gegen die New Jersey Nets mit 101:91 die Oberhand behielten. Mit wenig Mühe kam Oklahoma City Thunder bei den Boston Celtics zum zwölften Saisonsieg (97:88). (dpa)

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