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08.03.2017

Nürnberg entlässt Schwartz

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„Club“ reagiert auf den Abwärtstrend

Nach nur 255 Tagen hat der 1. FC Nürnberg das Missverständnis mit Trainer Alois Schwartz beendet und erhofft sich vom bisherigen U-21-Trainer Michael Köllner vorerst einen Schub. Der fränkische Fußball-Zweitligist reagierte am Dienstag auf die Serie von drei Niederlagen nacheinander und die fehlende sportliche Entwicklung. Der „Club“ steckt nach 23 Spieltagen in der 2. Fußball-Bundesliga als Elfter im Niemandsland der Tabelle, es war der achte Trainerwechsel in dieser Saison.

„Es ist leider nicht gelungen, die notwendige Stabilität zu gewährleisten, die wir uns erhofft hatten. Auch um den negativen Trend der letzten Spiele zu stoppen, haben wir uns nach eingehender Analyse und ganzheitlicher Betrachtung der sportlichen Situation für eine Veränderung auf der Cheftrainer-Position entschieden“, erklärte Sportvorstand Andreas Bornemann zwei Tage nach dem ernüchternden 0:1 im Franken-Derby bei der SpVgg Greuther Fürth.

Schwartz hatte den „Club“ erst im Sommer nach der verpassten Aufstiegsrelegation gegen Eintracht Frankfurt übernommen. Der für eine Ablöse von angeblich rund 400000 Euro vom SV Sandhausen verpflichtete Coach konnte aber nie aus dem Schatten seines erfolgreichen Vorgängers René Weiler treten. Der Schweizer war zum belgischen Spitzenverein RSC Anderlecht gewechselt.

Ob Köllner sogar zur Dauerlösung werden kann, ließ Bornemann offen. Die Titulierung als Cheftrainer „bis auf Weiteres“ schließe eine spätere Beförderung nicht aus, sagte der FCN-Sportvorstand. Bornemann informierte die Mannschaft vor dem Training am Dienstagnachmittag von der nicht komplett überraschenden Entscheidung.

Der bisherige Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Coach der U21, Köllner, leitete am Dienstag bereits das erste Training und soll die Nürnberger auch auf die nächsten Spiele vorbereiten. Der 47-Jährige ist seit März des vergangenen Jahres Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Seine erste Bewährungsprobe muss Köllner schon am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den abstiegsbedrohten Traditionsverein Arminia Bielefeld bestehen. „Wir brauchen eine Mannschaft, die begeistern kann, die emotional positiv ist“, forderte Köllner und gab sein erstes Etappenziel aus: „Wir müssen am Sonntag gewinnen, dann schauen wir weiter.“ (dpa)

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