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Pferdesport

27.11.2018

Nur ein Bruder reitet

M. Weishaupt

Philipp Weishaupt kann in München nicht starten, aber Daumen drücken

Für die zwei Brüder Philipp und Maximilian Weishaupt aus Jettingen (Landkreis Günzburg) verlief das Familientreffen bei den Munich Indoors, dem großen internationalen Hallenreitturnier in der Münchner Olympiahalle, diesmal ganz anders als geplant. Philipp, 33, der Olympiakaderreiter und Deutsche Meister von 2009, der seit Jahren für den Stall von Ludger Beerbaum in Riesenbeck nahe des Teutoburger Walds arbeitet, musste seine in der bayerischen Heimat geplanten Starts wegen Rückenschmerzen absagen.

Er reiste aber trotzdem an, um seinen Bruder Maximilian, 27, zu unterstützen. Mit der von Vater Josef Weishaupt gezogenen, achtjährigen Stute Con Caya gelangen dem Jüngeren sowohl im Championat am Samstag als auch im Großen Preis am Sonntag gute Runden. In den beiden sehr anspruchsvollen Prüfungen auf 1,50 m-Niveau verhinderte ein Abwurf zwar den Einzug ins Stechen bzw. in die Siegerrunde, dennoch war Familie Weishaupt mit dem vierbeinigen Nachwuchs hoch zufrieden. „Con Caya ist sehr gut gesprungen“, lobte Max. In diesem Jahr hat das Paar bereits den Großen Preis von Küps gewonnen und sich auch international platziert. Jetzt soll das Pferd eine Turnierpause bekommen und über den Winter weiter aufgebaut werden. Auch Bruder Philipp, der Con Caya länger nicht gesehen hatte, war begeistert. Für die Reiter geht es schließlich um die Perspektive eines Pferdes. Und um Emotionen. Philipp Weishaupt führte Con Cayas Vater Con Chello 2010 zum Bundeschampionats-Titel und setzte große, aber unerfüllte Hoffnungen in den Hengst. Dass Maximilian nun mit einer selbst gezogenen Tochter so erfolgreich ist, freut die Familie besonders.

Den Gesamtsieg in der Riders Tour holte sich in München der 44-jährige Springreiter Christian Ahlmann aus Marl. Der Sieg im Großen Preis ging an den Franzosen Edward Levy.

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