
"Als hätte jemand gefurzt": Springer-Becken macht schon wieder Ärger

Die Pannenserie bei den olympischen Schwimmanlagen reißt nicht ab. Das Springer-Becken war wohl wegen Problemen mit dem Wasser gesperrt. Was ein Sprecher dazu sagt.
Die Pannenserie bei den olympischen Schwimmanlagen reißt nicht ab. Die Wasserspringer konnten am Freitag nicht trainieren, weil das Becken gesperrt war. Der deutsche Springer Stephan Feck postete bei Facebook: "An der ganzen Anlage riecht es, als habe jemand gefurzt."
Sein Mannschaftskollege Patrick Hausding veröffentlichte auf Facebook ein - offensichtlich bearbeitetes - Bild, das die Springer mit grünlicher Haut zeigt.
Chefbundestrainer Lutz Buschkow war nicht so richtig glücklich mit den Umständen. "Es ist schon recht kompliziert hier: Geringe Trainingszeiten aufgrund gemeinsamer Anlagen mit Wasserball und Synchronschwimmen, die Havarie, die Wasserqualität, die Witterung, keine warme Duschen und so weiter", sagte er.
Der Sprecher des Organisationskomitees, Mario Andrada, versuchte es mit Humor. "Wir haben gelernt, dass Chemie keine exakte Wissenschaft ist. Manches, wie Sie sehen können, brauchte länger als erwartet", sagte Andrada. Auch wenn der Trainingsstopp für die Athleten alles andere als ideal gewesen sei, "so konnten wir das Wasser schneller und leichter säubern". Einige Sportler hatten über brennende Augen geklagt, was laut Andrada daran lag, dass zunächst zu viel Chlor dem Wasser beigegeben worden sei. "Wir haben dann umgehend die Menge verringert."
Seit Tagen beschäftigen sich die Veranstalter mit Problemen an den Becken der Wasserspringer und Wasserballer. Das Wasser war grün statt blau, weil zunächst eine Umwälzanlage defekt war und später auch zur Wasseraufbereitung verwendete Chemikalien aus Tanks ausgelaufen waren. Andrada versicherte stets, für die Athleten bestehe keine Gesundheitsgefahr. dpa
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