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  3. Olympia 2016: Harting empört über IOC-Chef Bach: "Ich schäme mich für ihn"

Olympia 2016
27.07.2016

Harting empört über IOC-Chef Bach: "Ich schäme mich für ihn"

Diskus-Olympiasieger Robert Harting.
2 Bilder
Diskus-Olympiasieger Robert Harting.
Foto: Fredrik von Erichsen (dpa)

Thomas Bach reagiert erzürnt auf die heftige Kritik von Diskus-Star Robert Harting. Der IOC-Präsident verteidigt den Beschluss, Russland nicht komplett von Olympia auszuschließen.

Die Empörung nach dem Verzicht auf einen kollektiven Bann Russlands von den Olympischen Spielen wird schärfer - und führt zu einem heftigen Verbalduell zwischen Diskus-Ass Robert Harting und IOC-Chef Thomas Bach. Der Olympiasieger attackierte den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees am Dienstag scharf. "Er ist für mich Teil des Doping-Systems, nicht des Anti-Doping-Systems. Ich schäme mich für ihn", schimpfte Harting in Berlin.

Bach wehrte sich in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur: "Es ist eine nicht akzeptable Entgleisung, wenn man jemanden, der nicht der eigenen Meinung ist, in derartiger Art und Weise beleidigt", sagte er und bewertete die Aussage als "nicht hinnehmbar".

Nach der Leichtathletik ziehen inzwischen weitere Fachverbände Konsequenzen aus dem verheerenden Report über Staatsdoping - bislang wird aber nur vereinzelt Athleten der Olympia-Start verwehrt. Mindestens 86 von geplant 387 russischen Sportlern wurden bislang gesperrt. Viele Verbände sind noch mitten in der Prüfungsphase.

Das IOC hatte das russische Team trotz dokumentierten Staatsdopings unter anderem bei den Winterspielen von Sotschi 2014 nicht komplett von Rio ausgeschlossen, sondern die Entscheidung an die Fachverbände delegiert - und das weniger als zwei Wochen vor Eröffnung der Spiele.

Dass es zu der jetzigen Situation gekommen sei, liege aber nicht am IOC, sagte Bach und brachte die Welt-Anti-Doping-Agentur ins Spiel. "Ich will hier keine Schuldzuweisungen vornehmen. Aber ich glaube, man muss darauf hinweisen können, dass die ganze Problematik hätte vermieden werden können, wenn die WADA im Jahr 2010 den entsprechenden Hinweisen von Herrn Stepanow (Ehemann und Trainer der russischen Whistleblowerin Julia Stepanowa) nachgegangen wäre."

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Er setze sich für umfangreichste Reformen im Anti-Doping-System Russlands ein, beteuerte der mächtige Sportpolitiker erneut. "Es steht außer jeder Frage, dass das System an sich aufs Härteste bestraft werden muss", urteilte Bach. "Hier haben wir erste Maßnahmen ergriffen, indem zum Beispiel kein Mitglied des russischen Sportministeriums, beim Minister angefangen, eine Akkreditierung für die Olympischen Spiele erhält."

In Sportarten wie Tennis, Judo, Schießen oder Ringen dürfen wohl alle qualifizierten Russen antreten. In der Leichtathletik wurde dagegen die gesamte russische Mannschaft gestrichen. Am Dienstag versagte der Kanu-Weltverband fünf Russen die Sommerspiele-Teilnahme, unter ihnen Olympiasieger Alexander Djatschenko. Dessen Name war in dem Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) von Ermittler Richard McLaren im Zusammenhang mit verschwundenen Dopingproben aufgetaucht. 

Durch die Sperre von Natalja Podolskaja hätte Deutschland eine Nachrückerin im Kajak-Einer über 200 Meter nach Brasilien schicken dürfen - allerdings verzichtete der Verband auf den Startplatz.

Auch drei Ruderer wurden für Brasilien gestrichen: Iwan Balandin aus dem Achter wurde im McLaren-Bericht als einer von zehn Athleten genannt, dessen Dopingprobe durch das Analyselabor in Moskau und das Sportministerium manipuliert worden sei. Im Report werden Russland umfassende Doping-Machenschaften vorgeworfen, die von Staatsseite um Minister Witali Mutko angeordnet und gelenkt worden sein sollen.

Die Leichtathleten waren vom Weltverband IAAF schon vor der heftig kritisierten IOC-Entscheidung komplett gesperrt worden. Am Montag zog der Schwimm-Verband FINA nach und schloss sieben Sportler aus, darunter Paul Biedermanns 200-Meter-Freistil Rivale Nikita Lobinzew. Auch zwei Moderne Fünfkämpfer wurden von Olympia ausgeschlossen.

Andere Verbände sind noch in den Einzelfallprüfungen, die ihnen das IOC auferlegt hatte. Der Volleyball-Weltverband FIVB etwa studiert derzeit die vom russischen Verband eingereichten überarbeiteten Kaderlisten. Ein Ausschluss der russischen Hallen-Teams sowie der drei Beachvolleyball-Duos gilt aber als unwahrscheinlich. Allerdings soll Alexander Markin wegen Meldonium-Dopings gesperrt werden.

Der Handball-Weltverband IHF will bei der russischen Frauen-Auswahl kurzfristige Dopingkontrollen im Training durchführen. Dafür wurde der derzeitige Aufenthaltsort der Nationalmannschaft erfragt. Die Proben würden in einem von der WADA akkreditierten Labor untersucht, teilte die IHF mit. Von den Resultaten hängt das weitere Vorgehen ab.

Der Ringer-Weltverband forderte mehr Beweise zu den verdächtigten Sportlern. Alle potenziellen russischen Starter seien bis zu viermal durch WADA-Labors außerhalb Russlands getestet worden, hieß es. Sperren sind nicht zu erwarten, sitzen in der Exekutive des Weltverbands doch gleich zwei einflussreiche russische Funktionäre.

Der wichtigste Sportfunktionär der Welt steht indes weiter im Fokus der Kritik. "Ich habe schon oft meine Enttäuschung über Thomas Bach geäußert. Aber das ist jetzt eine neue Enttäuschungs-Dimension", sagte der meinungsstarke Robert Harting. Den Verdacht, dass bei der IOC-Entscheidung mächtige Strippenzieher eine Rolle gespielt haben, äußerte auch der Berliner und erwähnte etwa Kremlchef Wladimir Putin.

Dass Kronzeugin Stepanowa, die mit ihren Aussagen zur Aufdeckung des Skandals beigetragen hatte, nicht in Rio laufen darf, sei "nicht rechtens", klagte Harting. "Sie hat so viel Schaden für die Leichtathletik-Welt abgewendet. Ihr Start wäre ein Schlag ins Gesicht von Herrn Putin gewesen. Deshalb findet das nicht statt."

Die Leichtathletin hat beim IOC Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt, sie nicht unter neutraler Flagge starten zu lassen. Einen möglichen finalen Gang vor den Sportgerichtshof CAS schloss Ehemann Witali Stepanow indes in einem Gespräch der Nachrichtenagentur AP aus. Dafür fehle dem Paar, das einen kleinen Sohn hat, aus Russland flüchten musste und inzwischen in den USA lebt, schlicht das Geld. dpa

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Die Diskussion ist geschlossen.

27.07.2016

ich möchte ja mal gerne wissen was der Herr Harting sagt wenn er auf einmal im engeren kreise der ermittlungen steht !!! denn ganz unbelastet ist er ja nun auch nicht

27.07.2016

Ausgerechnet der Sport-Rüpel Harting. Zerreisst Trikots, springt über Hürden ...

Übrigens: Bach alleine entscheidet nicht

27.07.2016

Der Wurm Bach bekommt über Nacht doch Rückrat, wenn auch nur um seine politische Entscheidung gegen den Sport zu verteidigen. Die Schuld anderen zuzuschieben, die eigenen Hände in Unschuld waschen und nebenbei auch noch über berechtige Kritik emport zu sein, all das zeigt nur einmal mehr, was für ein Feigling er ist und wie wenig er an einer ordentlichen Aufklärung interessiert ist.

27.07.2016

Wer von uns weiß schon, welche Vereinbarungen Herr Bach mit Herrn Putin getroffen hat.

27.07.2016

Putin soll Herrn Bach bei seiner Wahl zum IOC-Präsidenten unterstützt haben und ist ein enger Freund von ihn. Der Verdacht liegt daher nahe, daß Herr Bach eine Schuld begleicht bzw. einem Freund einen Gefallen tut. Interessant ist auch noch, daß einige der Verbände, die jetzt über die Startberechtigung der russischen Sportler entscheiden, ebenfalls eher freundschaftlich mit Putin verbunden sind.