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Olympische Sommerspiele
17.06.2016

Dopingvorwürfe: Russische Leichtathleten dürfen wohl nicht zu Olympia

Die Olympischen Sommerspiele Rio2016 werden womöglich ohne die russischen Leichtathleten stattfinden.
Foto: Michael Kappeler (dpa)

Harter Schlag für das russische Olympia-Team: Den Leichtathleten dürfen wegen Dopingvorwürfen möglicherweise nicht an den Spielen in Rio teilnehmen.

Den russischen Leichtathleten droht wegen der zahlreichen Dopingskandale der Ausschluss von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Der Weltverband IAAF hat nach russischen Angaben die seit November 2015 wirksame Sperre für den nationalen Verband WFLA am Freitag bestätigt. Das meldete die Agentur Tass unter Berufung auf den Generalsekretär des russischen Verbandes, Michail Butow.

Dürfen einzelne Sportler unter neutraler Flagge starten?

Das Council des Weltverbandes IAAF teilte auf einer Pressekonferenz mit, dass ein Start einzelner Athleten unter neutraler Flagge möglich sei. Über diesen Kompromiss wollen IAAF und das Internationale Olympische Komitee am kommenden Dienstag auf dem IOC-Summit in Lausanne beraten. Coe sprach nach der einstimmigen Entscheidung der 24 Council-Mitglieder von einer "machtvollen Botschaft".

Einzelne Sportler dürfen eine Teilnahme beantragen, wenn sie überzeugend darstellen könnten, dass sie vom russischen Doping-System nicht "befleckt" seien, erklärte der Vorsitzende der IAAF-Taskforce Rune Andersen.

Völliger Ausschluss ist bei gravierenden Doping-Verstößen möglich

"Der Ausschluss der WFLA war eine zu erwartende Entscheidung. Es war zu vermuten. Wir werden darauf reagieren", kündigte Russlands Sportminister Witali Mutko an. Die Entscheidung der 24 anwesenden Council-Mitglieder fiel auf Grundlage und Empfehlung einer von der IAAF eingesetzten Taskforce, die die Reformfortschritte in Russland seit Januar überwacht hat. 

Der völlige Ausschluss eines Verbandes ist laut Regel 45 im Ethik-Code des Weltverbandes bei gravierenden Verstößen gegen Anti-Doping-Regularien zulässig.

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Die russische Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa hat mit Entsetzen und großer Wut auf die Doping-Entscheidung des Leichtathletik-Weltverband IAAF reagiert. "Das ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Dazu werde ich nicht schweigen", sagte Issinbajewa am Freitag nach Angaben der Agentur Tass. Sie kündigte an, vor ein internationales Gericht zu ziehen: "Ich werde für die Gerechtigkeit kämpfen."

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte am 9. November 2015 einen 323-seitigen Bericht vorgelegt, der ein Schreckensbild der Doping-Praktiken in der russischen Leichtathletik zeichnet. Am 13. November suspendierte die IAAF den nationalen Verband WFLA. dpa

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