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Eishockey

22.11.2017

Panther verlieren auf Augenhöhe

Im Krisentreffen zwischen Augsburg und Ingolstadt steht es nach 60 wenig ansehnlichen Minuten plus Verlängerung 1:1. Dann entscheidet das Penaltyschießen

Viele Emotionen, aber noch mehr Kampf und Krampf bot das Krisentreffen der Deutschen Eishockey-Liga zwischen den Augsburger Panthern und dem ERC Ingolstadt. Beide Mannschaften waren aus den Play-off-Rängen gerutscht und die Oberbayern steckten nach neun Niederlagen in Folge noch etwas tiefer im Schlamassel als die Augsburger. Nach 65 wenig ansehnlichen Minuten vor 4500 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion setzte sich gestern Abend Ingolstadt mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) nach Penaltyschießen durch. Während Gästecoach Larry Mitchell „sehr glücklich“ über das Ende der Pleitenserie war, versuchte AEV-Trainer Mike Stewart der bitteren Niederlage – seine Mannschaft hatte bis zur 59. Minute 1:0 geführt – eine positive Seite abzugewinnen: „Die defensive Leistung auch von Torwart Ben Meisner war heute sehr stark.“

Beiden Mannschaften war die Verunsicherung durch zuletzt schwache Resultate anzumerken. Bloß keinen Fehler machen, lautete die Devise, die in einer beidseitigen Minimalisten-Taktik mündete: Scheibe ins gegnerische Drittel dreschen und dann hinterherrumpeln. Sehenswerte Kombinationen – Fehlanzeige. Es lag auch nicht daran, dass Augsburgs Trainer Mike Stewart seine Blöcke neu formieren musste, weil der erkrankte Stammtorhüter Jonathan Boutin, Nationalstürmer Thomas Holzmann (ebenfalls krank) und Verteidiger Scott Valentine (Schussverletzung aus dem Wolfsburg-Spiel am Sonntag) fehlten. Nach der zweiten Pause blieb zudem AEV-Abwehrspieler Steffen Tölzer in der Umkleide. Der Kapitän hatte sich in der 29. Minute am Nacken verletzt.

Im ersten Drittel erspielten sich die von rund 400 mitgereisten ERCI-Fans unterstützten Gäste ein optisches Übergewicht. „Wir hatten noch Busbeine“, merkte Stewart an. Doch AEV-Schlussmann Ben Meisner war immer zur Stelle. Das 1:0 durch Matt White in der 28. Minute entsprang eher einer feinen Einzelleistung. Nach einem Pass von Verteidiger Mark Cundari aus dem eigenen Drittel ließ White den baumlangen ERC-Verteidiger Matt Pelech aussteigen und der Amerikaner verwandelte das Solo zu seinem sechsten Saisontor.

Nun mussten die von Ex-AEV-Trainer Larry Mitchell gecoachten Oberbayern mehr riskieren. Doch das erste ERCI-Überzahlspiel verstrich ohne einen Torschuss. Ein Faustkampf zwischen AEV-Profi Jaroslav Hafenrichter und John Laliberte endete unentschieden. Wenige Sekunden später stocherte Jacob Berglund die Scheibe zum 1:1 (59.) über die Linie. Im Penaltyschießen trafen zunächst Evan Trupp (Augsburg) und Michael Collins. White und Cundari (jeweils Augsburg) zielten ebenso wie Berglund und Mauldin nicht genau genug. Trupp scheiterte im zweiten Versuch, und da Collins in seinem zweiten Anlauf traf, geht der Zusatzpunkt nach Ingolstadt.

Augsburger Panther Meisner – Lamb, Guentzel; Dinger, Tölzer; Cundari, Rekis; Sezemsky – Schmölz, LeBlanc, White; Hafenrichter, Stieler, Trevelyan; Parkes, Trupp, Davies; Detsch, Kretschmann, Polaczek

ERC Ingolstadt Pielmeier – Friesen, McNeill; Sullivan, Pelech; Schopper, Kohl; Swinnen – Laliberte, Buck, Berglund; Mouillierat, Olver, Mauldin; Collins, Olson, Braun; Greilinger, Taticek, Elsner

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