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Fußball

10.01.2019

Pavard soll nur der Anfang sein

Weltmeister, Abwehrspieler, 22-jährig: Gründe, die Benjamin Pavard attraktiv für die Bayern gemacht haben.
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Weltmeister, Abwehrspieler, 22-jährig: Gründe, die Benjamin Pavard attraktiv für die Bayern gemacht haben.
Bild: dpa

Der FC Bayern verpflichtet den Weltmeister für 35 Millionen Euro. Ähnlich teuer dürfte der Wechsel eines britischen Nachwuchsmannes kommen. Doch die beiden werden wohl nicht die einzigen neuen Spieler sein

Der sonnengebräunte Hasan Salihamidzic war gar nicht nach Weltmeister Benjamin Pavard gefragt worden. Doch nur zu gern verkündete er den ersten großen Bayern-Transfer für den Umbruch im Sommer. Der Münchner Sportdirektor lehnte sich in seinem schweren roten Polstersessel mit dem Goldrand nach vorn und lächelte, als er vom Fünfjahresvertrag des Franzosen berichtete. Der Abwehr-Allrounder kommt zur nächsten Saison wie erwartet für die festgeschriebene Ablöse von 35 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum FC Bayern.

„Er ist ein junger Spieler und Weltmeister. Wir sind sehr froh und stolz, dass wir einen solchen Spieler für den FC Bayern gewinnen konnten“, sagte Salihamidzic über den 22-Jährigen. Trotz seiner Jugend habe Pavard schon in der Bundesliga bewiesen, „dass er sehr, sehr große Fähigkeiten hat“, bescheinigte ihm Trainer Niko Kovac. Pavard sei ein „toller Junge, ein Junge, der den nächsten Schritt wagen möchte.“

An der Verpflichtung von Multi-Millionen-Teenie Callum Hudson-Odoi, um den es in der Frage eigentlich gegangen war, arbeitet der FC Bayern indes mit aller Macht. „Ein sehr interessanter Spieler, den wir unbedingt verpflichten wollen. Er hat die Qualitäten, die auf unser Spiel passen. Er ist dribbelstark, schnell und hat einen guten Zug zum Tor“, sagte Salihamidzic im Trainingslager des deutschen Meisters in Katar mit Blick auf Verjüngung und Tempoverschärfung im Kader.

Ein Angebot von 30 Millionen Euro soll für den 18-jährigen Hudson-Odoi vom FC Chelsea bereits auf dem Tisch liegen.

Weniger weit wagte sich der Sportdirektor in der Personalie Lucas Hernández von Atlético Madrid vor, der „auch ein sehr interessanter Spieler“ ist. Noch allgemeiner fiel die Antwort beim Leipziger Timo Werner aus, der selbst mit einem denkbaren Wechsel zu den Bayern kokettiert hatte.

Viel konkreter klingt alles bei Hudson-Odoi. Der Vollzug beim Transfer des früheren Kollegen von Dortmunds Super-Talent Jadon Sancho in Englands Nachwuchsnationalteams naht. Allerdings kostet der Offensivspieler angesichts von gerade einmal elf Einsätzen in der ersten Mannschaft der Blues auch eine stolze Summe. Insgesamt stand in den vergangenen Monaten die irre Summe von 200 Millionen Euro für den großen Umbruch im Raum. 65 wären mit Pavard und Hudson-Odoi weg, bliebe aber noch ein großer Posten für weitere Stars im Etat.

„Wir lassen unsere Augen offen, werden schauen, wo wir noch Bedarf haben, werden das diskutieren und machen. Ich möchte nichts ausschließen“, sagte Salihamidzic. Abgänge im Winter plant der Klub laut dem Sportdirektor nicht – Stand jetzt.

Pavard setzt eine große Franzosen-Historie beim FC Bayern fort. Erfolgreiche Münchner Karrieren feierten Bixente Lizarazu oder Willy Sagnol. Jetzt wäre Pavard nach Corentin Tolisso der zweite aktuelle Weltmeister im Ensemble von Niko Kovac, Kingsley Coman komplettiert das bayerische Équipe-Tricolore-Trio. Und Franck Ribéry?

Der 35-Jährige, der den Bayern nach seinem Internetausraster das große Aufregerthema in Doha bescherte, wird am Saisonende wie Arjen Robben gehen. „Franck hat eine Ära geprägt wie Arjen Robben. Durch ein großes Tor wollen wir sie verabschieden“, sagte Salihamidzic, der bei Ribéry die wohl eher theoretische Chance auf ein weiteres Jahr nicht ausschloss. Zur Frage, ob nach dem Internetausraster des Franzosen auch eine Suspendierung mal ein Thema gewesen sei, mochte der Sportdirektor sich nicht mehr äußern. „Zu diesem Fall habe ich mich jetzt vor wenigen Tagen geäußert. Ich glaube, das war ganz klar und deutlich, und dabei bleibt es auch. Darüber werde ich auch nichts mehr sagen.“ (dpa)

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