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BBL, DEL und HBL

25.11.2020

Profiligen mit Corona-Staatshilfe zunächst zufrieden

Ist mit den Staatshilfen des Bundes für die Basketball-Bundesliga zufrieden: BBL-Chef Stefan Holz.
Foto: Nicolas Armer/dpa

Die Clubs der Bundesligen im Basketball, Eishockey und Handball halten eine Erhöhung der Corona-Hilfe von 200 Millionen Euro aktuell für nicht zwingend. Als problematisch sehen sie vielmehr die Deckelung des Höchstbetrages für einen Verein auf 800.000 Euro an.

Die Profiligen im Basketball, Eishockey oder Handball können mit den 200 Millionen Euro an Corona-Hilfe zunächst (über-)leben.

Ein Problem ist jedoch die Deckelung auf einen Höchstbetrag von 800.000 Euro pro Club. "Gerade für die größeren Ligen sowie die 3. Fußball-Liga, die am härtesten getroffen werden, ist die Deckelung sehr hinderlich, da die Ausfälle erheblich höher sind", hieß es in einer Stellungnahme der Deutschen Eishockey Liga am Mittwoch.

Wenn die Gelder aus der staatlichen Soforthilfe "ohne Deckelung auf 800.000 Euro und nur nach dem 80-Prozent-Prinzip" verteilt würden, seien die 200 Millionen Euro für die Saison 2020/21 in den betroffenen Ligen ausreichend, hieß es in der DEL-Erklärung. Die Hilfe sieht vor, dass ausbleibende Zuschauereinnahmen wegen der Pandemie von April bis Dezember 2020 zu 80 Prozent erstattet werden sollen.

Der Höchstbetrag pro Verein wird durch die EU-Beihilfeverordnung eingeschränkt. Diese "gebe zwar noch Spielraum nach oben, aber das ist Gegenstand der aktuell laufenden Verhandlungen", erklärte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga. Eine Ausdehnung des beschlossenen 200-Millionen-Euro-Budgets sei absehbar nicht notwendig, "wenn es bei dieser Obergrenze" bleibe. Nach Auskunft des für die Corona-Sportförderung zuständigen Bundesministeriums des Innern sind bis zum vergangenen Montag rund 55 Millionen Euro an die Vereine geflossen.

Wie die DEL-Clubs - von denen bis auf einen alle einen Antrag gestellt haben - nutzt auch der professionelle Handball die Corona-Hilfe umfassend. "Es haben alle Erstligisten und die meisten Zweitligisten einen Antrag gestellt", sagte Bohmann. Die Staatshilfen seien für alle Clubs ein Baustein für die Kalkulation im Krisenjahr 20/21. "Die Hilfen lösen natürlich nicht alle Probleme, aber der Handball ist sehr dankbar für diese staatliche Unterstützung", betonte er.

Eine Verlängerung der am 22. November abgelaufenen Antragsfrist sei aber notwendig. "Gerade vor dem Hintergrund der Verlängerung des Zuschauerausschlusses sind die Staatshilfen auch im kommenden Jahr von erheblicher Bedeutung", so Bohmann. Auch BBL-Chef Stefan Holz ist mit dem aktuellen Stand der Corona-Hilfen für den Profisport zufrieden, hält eine Verlängerung der Antragsfrist aber auch für unabdingbar. "Bis zum 31. Dezember ist ja alles fixiert, das System funktioniert. Bislang haben die Clubs nur positive Bescheide bekommen", sagte der Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga. Rund die Hälfte der Anträge sei bislang bearbeitet worden. Das sei insgesamt auf einem guten Weg.

"Dank der wichtigen Verlängerung der Antragsfrist konnten erfreulicherweise doch noch mehr Vereine Anträge stellen", sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympische Sportbundes. Aus DOSB-Sicht würden die Probleme der Vereine im kommenden Jahr aber wohl weitreichender werden. "Daher werben wir sowohl für eine Verlängerung als auch eine Erhöhung und Erweiterung der Corona-Hilfen für den Profisport für 2021", sagte er.

© dpa-infocom, dpa:201125-99-461217/2 (dpa)

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