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Reiten
19.07.2017

Turnier der Superlative

Warum Aachen so wichtig für den Pferdesport ist und was CHIO bedeutet

Rekord-Prämien und ein Extra-Bonus locken die besten Reiter der Welt zum CHIO in Aachen. Für einige Deutsche bietet das berühmte Reitturnier zugleich die Chance zur Qualifikation für die EM.

Die Reiter schwärmen von Aachen wegen der perfekten Bedingungen. Das hat aber auch mit dem Preisgeld zu tun. 2,7 Millionen Euro werden ausgeschüttet, so viel wie bei keinem anderen Turnier. Allein eine Million Euro gibt es für die Springreiter beim Großen Preis. Zudem lockt ein Bonus aus der Grand-Slam-Serie, der bis zu zwei Millionen Euro betragen kann.

Das größte Turnier der Welt hat natürlich das größte Reitstadion der Welt: Rund 40000 Zuschauer können den Springreitern zuschauen. Das sind mehr als im nebenan stehenden Fußball-Stadion von Alemannia Aachen.

CHIO ist die Abkürzung für das französische Concours Hippique International Officiel. Jedes Land darf in jeder Pferdesport-Disziplin einmal pro Jahr ein offizielles Turnier ausrichten. Aachen bietet Nationenpreise in den Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren.

In Aachen kehrt Markus Beerbaum auf die große Bühne zurück. Nach zwölf Jahren gibt der jüngere der Beerbaum-Brüder ein verblüffendes Comeback – und tritt beim CHIO auch gegen seine eigene Frau an. Beerbaum war viele Jahre vor allem als Trainer tätig. Der 47-Jährige aus dem niedersächsischen Thedinghausen coachte seine Frau Meredith Michaels-Beerbaum bei EM, WM, Olympia oder auch in Aachen. Als Reiter hielt er sich lange Zeit zurück. „Das hat sich so ergeben“, sagt Beerbaum: „Ich hatte nicht die richtigen Pferde“. Die hatte hingegen seine Frau. Michaels-Beerbaum sammelte Medaillen, war monatelang die Nummer eins der Weltrangliste. „Ich habe dann mehr trainiert und junge Pferde ausgebildet.“ 2012 ritt Beerbaum nur zwei internationale Turniere, 2013 drei. Seine besten Jahre erlebte er Ende der 90er: Im Sattel von Lady Weingard wurde er mit dem deutschen Team Welt- und Europameister. Zu den größten Einzelerfolgen gehört der dritte Rang beim Weltcup-Finale vor zehn Jahren in Las Vegas.

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Der Große Preis von Aachen am Sonntag ist die prestigeträchtigste Prüfung der Welt. In drei Prüfungen müssen die noch nicht qualifizierten Reiter Punkte sammeln, um sich einen der 40 Startplätze zu sichern. Fast genauso bedeutend ist der Nationenpreis am Donnerstag, wenn die Nationalmannschaften unter Flutlicht um den Sieg reiten. Auch in der Dressur und in der Vielseitigkeit stehen die Mannschaftswettbewerbe im Mittelpunkt. (dpa)

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