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Eishockey

21.01.2019

Roy hält den Panther-Sieg fest

AEV-Torwart zeigt grandiose Paraden. Augsburg schafft erst spät den Ausgleich und setzt sich im Penaltyschießen mit 3:2 gegen Bremerhaven durch

Die Augsburger Panther haben mit einem hart erkämpften 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen gegen Bremerhaven Platz sechs der Deutschen Eishockey Liga verteidigt. Entscheidender Mann war der überragende AEV-Torwart Olivier Roy, der die Gastgeber vor 5296 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion mit spektakulären Paraden im Spiel hielt.

Mindestens genauso wichtig war aber, dass sich das Lazarett der Panther am Sonntagabend stark gelichtet hatte. Nachdem vergangene Woche ein Magen-Darm-Virus in der Mannschaft umgegangen war, hatten am Freitag in München (1:4) noch sieben Mann gefehlt. „Wir hatten nur vier Verteidiger, Brady Lamb hat 33 Minuten gespielt“, sagte Panther-Trainer Mike Stewart. Gegen Bremerhaven kehrten zumindest die Virusgeschädigten zurück. Nur die drei Verletzten Scott Valentine (Knie), Christoph Ullmann (Rippen) und Arvids Rekis (Nackenprellung) mussten weiter zuschauen. Hans Detsch dagegen spielte, obwohl er sich am Freitag in einem Faustkampf mit Keith Aulie möglicherweise die Nase gebrochen hat. Klarheit soll eine Untersuchung am Montag bringen.

Auf dem Eis war sofort klar, dass es in diesem Spiel um viel ging. Verbissene Zweikämpfe, kleinere Reibereien allenthalben. Der Anfang aber war kurios. Nach 29 Sekunden wechselte Bremerhaven seinen Torwart. Bei Tomas Pöpperle war eine alte Verletzung wieder aufgebrochen, er fuhr direkt in die Kabine. Für ihn kam Jaroslav Hübl, der nach weiteren 42 Sekunden das erste Mal hinter sich greifen musste. Brady Lamb hatte zum 1:0 für die Hausherren getroffen (2.). „Unser Start war sehr gut“, lobte Stewart. Augsburg dominierte jetzt, Bremerhaven aber blieb mit schnellen Kontern brandgefährlich. Rund 600 Fans aus dem hohen Norden hatten ihre Mannschaft mit einem Sonderzug begleitet. Zwischen ihnen und dem Augsburger Anhang entspann sich schnell ein Sangesduell, in dessen Mittelpunkt Chris Rumble stand. Der hatte im vorhergehenden Aufeinandertreffen (2. Januar) Rekis derart in die Bande gecheckt, dass der Panther-Verteidiger seitdem kein Spiel mehr bestritten hat. Sobald Rumble sich also dem Puck näherte, setzte ein Pfeifkonzert ein – und der Gästefanblock grölte den Namen des Ausgepfiffenen. Mit dem Ausgleichstreffer hatte Rumble aber nichts zu tun. Den erzielte William Weber, der eine der wenigen Unkonzentriertheiten in der Panther-Defensive nutzte (15.).

Im zweiten Drittel erhöhten die Gäste den Druck auf das Augsburger Tor. In dem stand allerdings Olivier Roy, der die Übersicht be- hielt. Kurz nach der zweiten Pause war aber selbst er ohne Chance. Miha Verlic fälschte einen Schuss unhaltbar zum 1:2 ab (42.).

Jetzt war es ein offener Schlagabtausch. Die Panther nutzten eine Fünf-gegen-drei-Überzahl zum 2:2 (46.). Simon Sezemsky hatte aus der Distanz getroffen. Beide Mannschaften investierten viel. Verlängerung. Matt White hatte kurz vor Ende die Entscheidung auf dem Schläger, scheiterte aber am Pfosten. Auf der Gegenseite rettete Roy spektakulär. Penaltyschießen, das erste für die Panther in dieser Saison. Jaroslav Hafenrichter war nach sieben Schützen der erste, der traf und Augsburg den Zusatzpunkt sicherte. Natürlich habe die Erkrankung der halben Mannschaft eine Rolle gespielt, bestätigte Stewart. „Die Jungs, die zurückgekommen sind, waren erst bei 70 Prozent. Aber das darf keine Ausrede sein und die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen. Das hat sie gezeigt, und ich bin froh, dass uns Hafenrichter den Zusatzpunkt gesichert hat.“

Augsburg Roy – Lamb, McNeill; Rogl, Tölzer; Sezemsky, Haase – Hafenrichter, LeBlanc, Trevelyan; Fraser, Stieler, White; Payerl, Sternheimer, Schmölz; Detsch, Gill, Holzmann

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