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06.11.2017

Russland-Liga erwägt Boykott

Streit um lange Dopingsperren

Im Streit um Dopingsperren für russische Athleten hat die Kontinentale Hockey Liga mit einem Boykott der Olympischen Winterspiele 2018 gedroht. Die KHL könnte ihre Eishockeyspieler nicht zu den Wettkämpfen im südkoreanischen Pyeongchang zulassen, sagte Liga-Präsident Dmytro Tschernyschenko russischen Agenturen zufolge.

Damit reagierte er auf Dopingvorwürfe gegen russische Athleten. Das IOC hatte am Mittwoch Skilanglauf-Olympiasieger Alexander Legkow und seinen Teamkollegen Jewgeni Below lebenslang für IOC-Wettbewerbe gesperrt. Ihnen wird Doping bei den Winterspielen 2014 in Sotschi vorgeworfen. Der kanadische Rechtsprofessor Richard McLaren hatte im Auftrag der Welt-Antidoping-Agentur WADA zahlreiche Beweise für Manipulationen vorgelegt. Alle stehen im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Staatsdoping-Affäre. „Das Internationale Olympische Komitee zerstört die Weltordnung im Sport“, sagte Tschernyschenko.

„Die KHL ist bereit entsprechend zu handeln.“ Liga-Funktionär Alexander Medwedew sagte, es gehe nicht unbedingt um ein Teilnahmeverbot für KHL-Spieler. Doch könne die Liga ihren Kalender so gestalten, dass die Sportler nicht nach Südkorea reisen könnten. Die KHL gilt neben der NHL als eine der stärksten Eishockeyligen der Welt mit Vereinen aus sieben Ländern, darunter China. Die meisten Clubs kommen aus Russland. (dpa)

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