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Fußball

25.05.2018

Sascha Mölders: Der Fußball-Arbeiter der Löwen

Sascha Mölders steht mit dem TSV 1860 München vor dem Aufstieg in die 3. Liga.
Bild: Ralf Lienert

Der Stürmer will mit dem TSV 1860 in die 3. Liga aufsteigen. Bei den Löwen ist er ebenso wie beim FCA Publikumsliebling. Nur Spieler zu sein, reicht ihm nicht.

Dass er sich selbst nicht allzu ernst nimmt, zeigt Sascha Mölders auf seiner Facebook-Seite. Dort ist zu lesen: „Nur wenn genug Rechtschreibfehler drin sind, wisst ihr, ihr seid auf der richtigen Seite.“ Der Stürmer des TSV 1860 München geht offen und humorvoll mit seinen Schwächen um. Als er noch beim FC Augsburg spielte und in einer starken Phase gefragt wurde, ob die Nationalmannschaft ein Thema für ihn sein könnte, antwortete er: „Ich wäre vielleicht reif, wenn ich 20 Jahre alt und fußballerisch begabter wäre. Aber so, wie ich spiele, bin ich das bestimmt nicht.“ Am Sonntag kann Mölders im zarten Fußball-Alter von 33 Jahren eine neue Erfahrung machen: Im Heimspiel gegen Saarbrücken (14 Uhr/BR) will er den ersten Aufstieg seiner Karriere perfekt machen.

Beim Hinspiel gegen Saarbrücken traf Mölders zwei Mal

Es wäre für die Löwen die Rückkehr in den bezahlten Fußball nach einem Jahr in der Regionalliga. Dorthin war der Klub nach der verpassten Lizenz im vergangenen Sommer abgestürzt. Dass seine Mannschaft gute Chancen hat, künftig in der 3. Liga zu spielen, liegt zu einem großen Teil an Mölders selbst: Beim 3:2-Sieg im Hinspiel traf der gebürtige Essener zwei Mal , in der Regionalliga kommt er auf 19 Treffer. In seiner Karriere hat der Angreifer eigentlich fast immer gegen den Abstieg gespielt. Von 2011 bis 2015 stemmte er sich mit dem FC Augsburg erfolgreich gegen den Gang in Liga zwei. Für den Verein schoss Mölders das erste Bundesligator überhaupt. Sowohl in Augsburg als auch bei den Löwen ist er Publikumsliebling.

Dabei gilt der Stürmer als Gegenentwurf des modernen Fußballers. Zu behaupten, dass er den Sport in klassischer Weise spielt, wäre nicht richtig: Mölders arbeitet Fußball. Seine Tore sind nie das Resultat einer eleganten Ballannahme oder technischen Fähigkeiten. So war es am Donnerstag gegen Saarbrücken, so war es früher auch für den FC Augsburg. Gegen Fortuna Düsseldorf gelang ihm einmal ein wichtiger Doppelpack, wobei er den Ball per Hinterteil in den Kasten bugsierte.

In der Familie Mölders geht es vor allem um Fußball

Mölders, der mit seiner Frau und vier Kindern in Mering (Kreis Aichach-Friedberg) lebt, gilt als fußballverrückt. Seine Frau Ivonne, die selbst im Besitz einer Trainerlizenz ist, lernte er während seiner Zeit beim MSV Duisburg kennen: Sie spielte damals für das Frauenteam und kickt auch heute noch selbst beim SV Mering. Mölders selbst „kann gar nicht genug vom Fußball“ bekommen, wie er einmal sagte. Während der vergangenen Saison betreute er neben seiner Karriere als Zweitligaspieler den Landesligisten SV Mering, für den er zuvor auch schon die A-Jugend trainiert hatte. Beim Kissinger SC, wo er auch schon als Trainer fungierte, übernahm Mölders vor einigen Jahren das Sponsoring: Auf der Brust einer Jugendmannschaft prangte: „Mölders“.

Wo er kommende Saison auf Torejagd gehen wird, steht noch nicht fest: Sein Vertrag läuft aus. Sollten die Löwen aufsteigen, spricht vieles für einen Verbleib – obwohl es die Verantwortlichen des Klubs mit Argwohn verfolgen, dass er ab Sommer wieder einen Verein trainieren will. Zu viel Fußball gibt es bei ihm einfach nicht.

Wie Sie die Relegationsspiele live verfolgen können, lesen Sie hier.

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