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FC Bayern

21.01.2019

Schweigen ist silber

Die Münchner versuchen auf wenig subtile Weise, die Dortmunder nervös zu machen

Auf den Sofa-Jubel hofften die Bayern-Stars zwar vergeblich, ihr Start in die Hatz auf Borussia Dortmund aber gab den Münchner mächtig Auftrieb. Das „schöne Wochenende“, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem 3:1 bei 1899 Hoffenheim frohlockt hatte, machte der BVB-Sieg bei RB Leipzig (1:0) am Tag danach nicht kaputt. „Wir haben gezeigt, dass wir da sind, dass man mit uns rechnen muss. Wir sind bereit für die Verfolgungsjagd“, sagte Trainer Niko Kovac mit einem selbstsicheren Lächeln. „Wir sind gut reingekommen und jetzt hoffen wir, dass wir diesen Elan in die nächsten Spiele mitnehmen können.“

Zwar zeigte das Ensemble um Doppeltorschütze Leon Goretzka „zwei Gesichter“, wie Sportdirektor Hasan Salihamidzic einräumte. Doch vor allem die dominante erste Spielhälfte stachelt die Münchner beim Angriff auf den BVB noch mehr an. „Wir nehmen das jetzt an und werden immer mehr Druck machen“, sagte Salihamidzic nach dem sechsten Erfolg am Stück. Ein Ausbau dieser Serie, (mindestens) ein Ausrutscher der Dortmunder irgendwann und ein Heimsieg gegen den Rivalen am 6. April – so ungefähr sieht die Rechnung der Bayern für die restlichen 16 Spiele aus.

Dann wären sie gleichauf mit dem BVB. „Ein schönes Wochenende! Wir haben ein schönes Wochenende. Das Spiel war super“, rief Boss Rummenigge bei seinem Abgang aus Sinsheim. „Da haben wir einen Maßstab gelegt, den wir in den nächsten Spielen wiederholen wollen“, meinte Joshua Kimmich. „Die zweite Halbzeit war etwas wild.“

Gegen den taumelnden VfB Stuttgart dürfen sich die Münchner nun am kommenden Sonntag weiter einspielen für den Champions-League-Schlager am 19. Februar beim FC Liverpool und die heiße Phase im Meisterschaftskampf. Kovac hat die Krise aus der Hinrunde überstanden und zeigt nach dem angekündigten Ende der Rotation, dass er keinen Konflikt mit Stars scheut. Weltmeister Jérôme Boateng durfte nur noch ein paar Minuten zum Schluss auf den Rasen. Auch der frühere WM-Torschützenkönig James Rodríguez musste sich erst mal hinten anstellen. Bei seinem Comeback nach längerer Knieverletzung kam der Kolumbianer erst in der 78. Minute, leitete jedoch mit einem Zuckerpass das 3:1 durch Robert Lewandowski ein. „Wir haben heute nicht für Borussia Dortmund gespielt, damit die das Zittern bekommen“, erklärte Goretzka nach dem Sieg. (dpa)

Tore: 0:1 Goretzka (34.), 0:2 Goretzka (45.+1), 1:2 N. Schulz (59.), 1:3 Lewandowski (87.) Zuschauer: 30150

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