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Abschied

29.08.2018

Servus, Basti!

Seine alten Teamkollegen vom FC Bayern lassen Bastian Schweinsteiger bei seinem Abschiedsspiel in der Allianz-Arena hochleben. Ihm zu Ehren trugen alle die Trikotnummer 31.
Bild: Witters

Mit viel Prominenz, großen Emotionen und einem ausverkauften Stadion wird Bastian Schweinsteiger in München gefeiert. Der 4:0-Sieg gegen Chicago Fire, bei dem er auch ein Tor beisteuert, wird dabei zur Nebensache

Im Gegensatz zu Philipp Lahm zeigten die Fans des FC Bayern München ihrem Spieler Bastian Schweinsteiger immer ihre bedingungslose Zuneigung. Freilich, Lahm fanden die Anhänger schon auch sympathisch, aber zugejubelt haben sie eben Schweinsteiger. Während der Außenverteidiger unabhängig von seinem Alter von jeher ein reifer Außenverteidiger war, konnte an Schweinsteiger am lebenden Objekt die Entwicklung vom Hallodri zum Anführer beobachtet werden.

Als 18-Jähriger wurde Schweinsteiger mal um zwei Uhr nachts mitsamt weiblicher Begleitung im Whirlpool auf dem Trainingsgelände erwischt. Er habe nur seiner Cousine mal den Kabinentrakt zeigen wollen, sagte Schweinsteiger. Der Schweini halt. Schweini ist mittlerweile 34 Jahre alt, hat reichlich graue Haare und ist seit einem halben Jahr Vater. Er ist einer der ersten Profis, dessen gesamtes sportliches und privates Wirken be- und durchleuchtet wurde. Der Mann, der es geschafft hat, eines seiner besten Spiele in einem WM-Finale zu bestreiten, verabschiedete sich nun von seinen Münchner Fans.

Mittlerweile hat Schweinsteiger seinen Lebensmittelpunkt in Chicago. Er wohnt dort mit seiner Ehefrau, der ehemaligen Weltklasse-Tennisspielerin Ana Ivanovic, und Sohn Luka. Und weil er sich noch zu fit fühlt, um nur noch Kaffee trinkend in Downtown den Kinderwagen spazieren zu schieben, spielt er noch für Chicago Fire in der US-amerikanischen Profiliga.

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Mit jenem Verein gastierte er am Dienstagabend in der Münchner Arena, um sich eben zu verabschieden. Es wurde zu einem stimmigen Abend. Im Scheinwerferkegel lief die Nummer 31 zum Guns-n’-Roses-Klassiker Paradise City ein. Die Fans feierten den Weltmeister als ihren „Fußballgott“, und wenn der zum rührigen Abend bittet, kommt auch der Kaiser. Neben Franz Beckenbauer erwiesen ihm unter anderem auch Lahm, DFB-Boss Reinhard Grindel und Bundestrainer Joachim Löw die Ehre. Fußball gespielt wurde zur Feier des Tages auch noch. Je eine Halbzeit lang spielte Schweinsteiger für seinen neuen und alten Verein. Weil Niko Kovac beinahe all seine Stars aufbot, mussten sich die Zuschauer nicht grämen, dem Freundschaftsspiel einer B-Elf beigewohnt zu haben.

Am Ende siegten die Bayern mit 4:0. Serge Gnabry, Sandro Wagner sowie Arjen Robben erzielten die Treffer. Das letzte Tor aber erzielte jener Mann, für den am Dienstagabend 75000 Zuschauer ins Stadion kamen: Bastian Schweinsteiger.

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