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Handball-WM 2019

14.01.2019

Spiel gegen Deutschland: Welt-Handballer Karabatic ist zurück

Der verletzte französische Handballer Nikola Karabatic kommt zu einer Pressekonferenz. Greift er noch ins Turnier ein?
Bild: Soeren Stache, dpa

Frankreichs dreimaliger Welt-Handballer war verletzt. Nun ist er doch noch überraschend zur Mannschaft gestoßen. Spielt er am Dienstag gegen Deutschland?

Hat schon die bloße Anwesenheit des Superstars zur gewaltigen Leistungssteigerung seiner französischen Teamkollegen im zweiten WM-Spiel geführt? Es ist jedenfalls Fakt: Nikola Karabatic ist in Berlin eingetroffen, hat sich am Samstagabend das beeindruckende 32:21 (15:12) der Equipe Tricolore gegen Serbien angeschaut und am Sonntag erstmals mit der Mannschaft des amtierenden Weltmeisters trainiert.

Nach einer Zeh-Operation im Oktober war eigentlich mit einer bis zu sechs Monate langen Pause des 34-Jährigen gerechnet worden – aber jetzt könnte er sogar schon im Vorrundenspiel gegen die deutsche Mannschaft am Dienstagabend (20.30 Uhr) sein Comeback geben. Dafür müsste Trainer Didier Dinart allerdings einen anderen Akteur aus dem Kader streichen. Angeboten hat sich dafür am Samstagabend definitiv niemand. „Sie werden sehen“ - mehr ließ sich Dinart nach Spielende erst einmal nicht entlocken.

Handball-WM 2019: Karabatic will Teil der französischen Mannschaft sein

Doch wie fit ist Nikola Karabatic wirklich? „Ich habe nicht das Gefühl, mich selbst in Gefahr zu bringen“, sagte er der französischen Sportzeitung L’Equipe am Samstag. „Selbst mit einer sehr kleinen Rolle im Team wäre ich der glücklichste Mensch auf der Welt.“ Nach dem Spiel gab der dreimalige Welthandballer allerdings auch zu Protokoll: „Ich bin nicht hier als Zuschauer.“ Für Insider kam die Rückkehr weniger überraschend als für die Öffentlichkeit. „Ich habe geschmunzelt, als ich von seinem Comeback gehört habe. Er hat bereits seit Dezember Laufeinheiten absolviert und zuletzt schon mit unserer zweiten Mannschaft trainiert“, sagte der deutsche Kapitän Uwe Gensheimer, der gemeinsam mit Karabatic bei Paris St. Germain spielt.

Warum wollte Karabatic unbedingt noch auf den WM-Zug aufspringen? Der Mann hat alles gewonnen, was es im Handball zu gewinnen gibt. Es geht ihm wohl darum, nicht nur als einer der größten, sondern als der größte Handballer in die Geschichte einzugehen. Seit seinem Länderspieldebüt im Jahr 2002 hat Karabatic kein großes Turnier verpasst, hat zwei Olympiasiege, vier WM- und drei EM-Titel gefeiert. 16 Jahre nahezu verletzungsfrei - das ist rekordverdächtig. Diese Serie will er zweifellos ausbauen. Zudem hat er als großes Ziel zum Karriereabschluss die Olympischen Spiele 2020 in Tokio ins Auge gefasst. Der Weltmeister qualifiziert sich direkt für Japan. Bei der erfolgreichen Titelverteidigung will der Meister helfen.

Welthandballer Karabatic spielte jahrelang für THW Kiel

Zu guter Letzt spielt es sicher eine Rolle, dass die WM in Deutschland stattfindet. Von 2005 bis 2009 trug Karabatic das Trikot des THW Kiel. „Es macht immer Spaß, zurück nach Deutschland zu kommen“, sagte er gestern. Wenn der Meister Spaß hat, dann haben die Gegner in aller Regel nichts zu lachen.

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