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Strafverschärfung
26.11.2018

Müssen Pyro-Zündler im Stadion bald ins Gefängnis?

Wer im Fußballstadion oder bei Demonstrationen Pyros zündet, muss möglicherweise bald mit einer Gefängnisstrafe rechnen.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild

Wer im Fußballstadion oder bei Demonstrationen Pyros zündet, muss möglicherweise bald mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Das sehen Pläne der Innenminister vor.

Pyro-Zündler im Fußballstadion oder bei Demos werden möglicherweise bald härter bestraft. Bisher ist das Abbrennen von Pyrotechnik bei Fußballspielen "nur" eine Ordnungswidrigkeit und mit Bußgeld bedroht. Doch dabei soll es nicht bleiben.

Bei der anstehenden Innenministerkonferenz werden sich die zuständigen Politiker mit einem Vorstoß aus Nordrhein-Westfalen beschäftigen. Dort spricht sich Innenminister Herbert Reul (CDU) nämlich für härtere Strafen aus: „Pyrotechnik hat im Fußballstadion nichts zu suchen, denn sie ist hoch gefährlich. Wer sich über diese Regel hinwegsetzt, darf nicht einfach so davon kommen. Das muss Konsequenzen haben und härter bestraft werden“, sagte er der „WAZ“.

Er unterstütze den Vorstoß, sagte Sachsen-Anhalts Ressortchef Holger Stahlknecht (CDU), der dieses Jahr Chef der Innenministerkonferenz ist. Es gehe um die Sicherheit der friedlichen Fußballfans und Demonstranten. "Bengalos beispielsweise werden bis zu 1000 Grad heiß und wir kennen alle die Bilder, dass die im Stadion dann noch in Richtung des gegnerischen Fanblocks geworfen werden", sagte Stahlknecht. Das sei nicht nur gefährlich, sondern sei auch strafrechtlich relevant.

Der hessische Vorschlag sieht vor, das Zünden von Pyrotechnik in größeren Menschenmengen künftig mit bis zu einem Jahr Haft zu bestrafen. Das soll auch abschreckend wirken.

"Wenn die Vereine bis heute nicht in der Lage sind, ihre Stadien frei von Pyrotechnik zu halten, muss eben der Staat Konsequenzen ziehen und Bengalos künftig nach dem Sprengstoffgesetz behandeln und sie so weiter ächten", hatte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) zuletzt seine Forderung begründet. Die Innenminister tagen vom 28. bis 30. November in Magdeburg und beraten eine Vielzahl von Themen.  (AZ, dpa)

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