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19.10.2017

Straubing entlässt Stewart

Bill Stewart

Eishockeyklub reagiert auf Pleiten

Der frühere Meistertrainer Bill Stewart ist nicht mehr Coach der den Straubing Tigers. Der Absturz der Niederbayern auf den letzten Tabellenplatz der Deutschen Eishockey Liga ( DEL) und eine 1:6-Niederlage gegen Wolfsburg haben dem Kanadier den Job gekostet. Am Mittwoch gab der Verein die Trennung bekannt.

„Wir haben Bill Stewart geholt, um die sportliche Entwicklung des DEL-Standortes Straubing weiter voranzutreiben. Dies ist leider nicht gelungen“, teilte der Sportliche Leiter der Tigers, Jason Dunham, mit. Das Training übernehme vorerst Tigers-Assistenzcoach Robert Leask. Der Kanadier Stewart, der 2001 mit den Adlern Mannheim deutscher Meister geworden war, daneben aber auch durch kleine Eklats auffiel, wurde im April als Coach nach Straubing geholt.

Zuletzt verloren die Tigers fünfmal in Serie. Sie sind Tabellenschlusslicht. Das 1:6 gegen Vizemeister Wolfsburg am Dienstag habe gezeigt, „dass Handlungsbedarf besteht“. Stewart habe „alles gegeben, um der aktuellen sportlichen Entwicklung eine Kehrtwende zu geben“, sagte Dunham. „Aber wir mussten eine professionelle Entscheidung im Sinne der Straubing Tigers treffen.“ Wer die Mannschaft langfristig übernimmt, war zunächst unklar.

Mit der Verpflichtung von Stewart hatten die Tigers im Frühjahr überrascht und dem Ex-Profi damit ein Comeback in der DEL ermöglicht. Der Nordamerikaner war lange einer der auffälligsten Akteure im deutschen Eishockey: In der Meistersaison 2000/01 etwa lieferte er sich in den Play-offs eine Schlägerei mit einem gegnerischen Coach und täuschte im Finale einen Schwächeanfall vor, um seinem Team mehr Zeit beim Schlittschuhschleifen zu verschaffen.

Dafür bekam er Spitznamen wie „Kill Bill“ oder „Psycho Bill“. Nach einigen Jahren bei einem unterklassigen Team in Ontario kehrte Stewart 2016 nach Deutschland zurück und heuerte bei den Dresdner Eislöwen in der DEL2 an. Mit Straubing wollte er „die Erwartungen übertreffen“, wie er noch vor drei Wochen sagte und meinte: „Alles ist möglich.“ (dpa)

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