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Nach Grindel-Rücktritt

08.04.2019

Sylvia Schenk: Kann DFB helfen, ohne Präsidentin zu sein

Die Korruptionsexpertin Sylvia Schenk könnte sich vorstellen, dem DFB zu helfen.
Bild:  Arne Dedert (dpa)

Die Anti-Korruptions-Expertin und frühere Radsport-Verbandschefin Sylvia Schenk traut sich das Amt als Präsidentin beim Deutschen Fußball-Bund zu.

"Wenn die Leute es wollen und reif für eine Frau sind", sagte die 66-Jährige der "Bild"-Zeitung. Eine eigene Bewerbung schloss Schenk aber aus. Sollte sie von der DFB-Spitze gefragt werden, würde sie zunächst auf Strukturreformen im Verband drängen. "Einfach eine Person austauschen und alles bleibt wie's ist, bringt überhaupt nichts", sagte die für Transparency International tätige frühere Leichtathletin.

Der "Welt" sagte Schenk unterdessen: "Ich glaube, um dem DFB zu helfen, kann ich andere Sachen machen. Da muss ich nicht Präsidentin werden."

Der bisherige DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte am Dienstag dieses Amt aufgegeben und dabei die Annahme einer teuren Uhr eingeräumt. Die Uhr, die nach seinen Angaben einen Wert von 6000 Euro hat, habe ihm der frühere ukrainische Verbandschef Grigori Surkis geschenkt, erklärte Grindel. Schenk sagte der "Welt", sie sei fassungslos: "Denn egal wie wertvoll die Uhr ist, selbst wenn es ein Fake ist, nimmt man eine Rolex-Uhr schon ob der Symbolik nicht an."

Dem DFB biete sich nun die Chance zur grundlegenden Reform. Was Grindel gemacht habe, sei schon eine hauptamtliche Tätigkeit gewesen, sagte Schenk und verwies darauf, der frühere Journalist habe jeweils 7200 Euro als Aufwandsentschädigung und für seinen Verdienstausfall erhalten. Auch Vizepräsident Rainer Koch, der gemeinsam mit Ligapräsident Reinhard Rauball nun interimsmäßig den DFB führt, ist aus Schenks Sicht kein Ehrenamtler. Koch arbeite halbtags als Richter und erhalte die andere Hälfte vom DFB als Verdienstausfall. (dpa)

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