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München

20.06.2018

Theater-Chef beschimpft Özil und Gündogan auf Twitter

Werner Steer, Chef des Deutschen Theaters in München, pöbelte gegen die Nationalspieler Mesut Özil (links) und Ilkay Gündogan auf Twitter.
Bild: Christian Charisius, dpa (Archiv)

Werner Steer, Chef des Deutschen Theaters, steht in der Kritik. Der aus dem Kreis Augsburg stammende Manager stichelte auf Twitter gegen Özil und Gündogan.

"Hallo du Idiot, du hast in der deutschen Nationalmannschaft nichts zu suchen. Verpiss dich nach Anatolien", wetterte Werner Steer am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Der Chef des Deutschen Theaters München, der aus Horgau (Landkreis Augsburg) stammt, zündete bereits seit Tagen ein kleines Giftpfeilfeuerwerk in Richtung Mesut Özil und dessen Nationalmannschaftskollegen Ilkay Gündogan.

Der Kulturmanager echauffierte sich über die sogenannte Trikotaffäre der beiden Kicker. Beide sahen sich im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft heftiger Kritik ausgesetzt, weil sie in London den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan trafen und als Geschenk ein Trikot überreichten. Sein Missfallen packte Steer in eine Reihe kritischer Tweets.

Wie am 11. Juni. Da giftete der ehemalige FCA-Spieler der zweiten Mannschaft: "So einer wie Özil, der nicht nur einem Verbrecher huldigt, sondern auch noch die Nationalhymne nicht mitsingt, weil er die Werte nicht teilt, muss sofort weg." Deutliche Worte. Özils Dribbel-Kollege Gündogan kam keinesfalls ungeschoren davon.

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Münchner Bürgermeister rügt Werner Steer wegen Äußerungen

Den Mittelfeldspieler in den Reihen von Manchester City forderte der aus dem Landkreis Augsburg stammende Steer auf: "Hau ab nach Anatolien" und Özil solle bei seinem "türkischen Hitler" spielen. User TRakya findet nach den Entgleisungen klare Worte: "So ein Theaterintendant ist nicht mehr tragbar und sollte fristlos entlassen werden". Damit steht der Twitter-Nutzer nicht alleine da.

Nachdem es Kritik von allen Seiten hagelte, entschuldigte sich der ehemalige Kicker für seine Äußerungen in einem Tweet: "In meinen letzten Tweets zum Thema Ilkay Gündogan und Mesut Özil habe ich mich in meiner Wortwahl vergriffen und diese daher gelöscht." Der Süddeutschen Zeitung gegenüber begründete Steer sein Verhalten damit, dass es seine persönliche Meinung wäre und er als "ein Bolzer" zu drastischer Sprache neige.

In der Zwischenzeit hat Werner Steer nicht nur die kritisierten Tweets, sondern seinen kompletten Twitter-Account gelöscht. Sein Gezwitscher hat in der Zwischenzeit auch die Stadtspitze erreicht. Bürgermeister Josef Schmid von der CSU rügt den Theaterchef mit den Worten: "Hass-Mails oder -Posts von Führungskräften, die öffentliche Personen des Münchner Kulturlebens sind, sind inakzeptabel".

Mit weiteren Konsequenzen muss Steer wohl nicht rechnen. Seine Tweets fallen unter Meinungsfreiheit. Er zwitscherte ja auf seinem privaten und nicht städtischen Account.

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17.06.2018

Erdogan ist prima - ich danke ihm täglich für seinen Kampf gegen Links und für seine mit EU-Mitteln unterstützte fantastische Südgrenze. Eine Grenze wo Respekt noch ein Wert ist.

Ich liebe es, wenn das verlogene linksgrüne System Herrn Steer bei seiner ungeheuerlichen Beleidigung von Herrn Erdogan abwatscht. Herr Erdogan ist ein lupenreiner Demokrat und darf keinesfalls mit Hitler verglichen werden.

Hallo Rechte in Deutschland; Erdogan und seine konservativen Wähler sind das Beste was gegen das versiffte Deutschland passieren kann. Der tägliche Schmerz der scheiternden bunten Farben ist die größte Strafe für diese Menschen.

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16.06.2018

im Prinzip hat er ja recht !! Aber ein mann mit seiner Intelligenz und Bildung sollte sich halt einfach gepflegter ausdrücken !! aber wer ist den schuld an der ganzen Misere ??? Frau Merkel !! weil sie einfach nicht zugeben kann das sie sich mit den Ganzen So genanten Flüchtlingen geirrt hat und sie Hunderttausende Verbrecher und Terroristen ins Land gelassen hat !!

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