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Olympia 2018

13.02.2018

Thomas Dreßen: Nach dem Sieg auf der Streif kennt ihn jeder

Vor zwei Jahren kannten in Deutschland nur die Skisport-Fachleute Thomas Dreßen aus Mittenwald. Das änderte sich nach seinem Sieg auf der legendären Streif in Kitzbühel.
Bild: Stephan Jansen, dpa

Nach dem Sieg auf der legendären Streif in Kitzbühel kennt fast jeder Thomas Dreßen. Bei Olympia in Pyeongchang werden dem Abfahrer Außenseiterchanen eingeräumt.

Mit Skifahren habe es der Südkoreaner nicht so und die Stimmung sei auch mau gewesen, als Thomas Dreßen vor zwei Jahren auf den Olympiastrecken in Pyeongchang unterwegs gewesen ist. „Da haben die Zuschauer nicht so wirklich gewusst, was da passiert und was wir machen, obwohl sie schon Ski alpin kennen“, erzählt der Abfahrer von seinen Eindrücken in Südkorea. Es komme dort darauf an, gut zu gleiten und den Ski laufen zu lassen. Und das könne er ja.

Vor zwei Jahren kannten allerdings in Deutschland auch nur die Skisport-Fachleute den 24-Jährigen aus Mittenwald. Das änderte sich schlagartig am 20. Januar 2017. Thomas Dreßen gewann nicht nur das erste Weltcup-Rennen seiner jungen Laufbahn. Nein, er jubelte auf der legendären Streif in Kitzbühel. Dort, wo die Reichen und Schönen, die Wichtigen und die Adabeis zuschauen, macht man sich als Skifahrer einen Namen. Nun musste er erzählen, wie sein Vater Dirk bei einem tragischen Seilbahnunglück im September 2005 ums Leben gekommen ist. Ein Hubschrauber hatte eine Betonwanne verloren, die auf die Gondel stürzte. Seitdem trägt der Speed-Spezialist ein Foto des Vaters im Geldbeutel. Die Nummer 44 auf seinem Helm erinnert an seine Initialen: DD.

Richard Fraitag machen zwei Dinge unverkennbar - sein Schnauzbart und sein Erfolg. Der 26-jährige Skispringer aus Sachsen gilt als Medaillen-Kandidat im Skispringen.
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Deutschlands Hoffnungsträger für die Winterspiele in Südkorea
Bild: Arne Dedert, dpa

Außenseiterchancen für Thomas Dreßen

Für den Deutschen Ski-Verband kam der 1,88 Meter große und 100 Kilo schwere „Brackel“, wie ihn der bis dahin letzte deutsche Streif-Sieger Sepp Ferstl nennt, wie gerufen. Nach den Kreuzbandrissen von Felix Neureuther und Stefan Luitz fehlte den Männern ein Aushängeschild. Nun reist Dreßen mit Außenseiterchancen nach Korea. Die Verhältnisse im alpinen Gebiet von Yongpyong schätzt der 24-Jährige als schwierig ein. „Ich denke, das wird eine Materialschlacht. Da können in der Abfahrt ganz viele um den Sieg mitfahren.“ Dreßen will einer von ihnen sein.

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