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Managerspiel 2019/20

15.08.2019

Tipps, Tricks und Schnäppchen: Das müssen Sie zum Kicker-Managerspiel wissen

Nicht nur Niko Kovac muss tüfteln, wen er in die Startelf stellt - auch die Spieler des Kicker Managerspiels brüten um ihre Aufstelluneg,
Bild: Peter Kneffel, dpa

Vor dem Saisonstart der Bundesliga basteln viele an ihrem Kader für das Kicker-Bundesliga-Managerspiel 2019/20. Wir verraten sieben Tricks für Manager.

Das Managerspiel auf dem Portal Kicker ist ein Massenphänomen: Rund 300.000 registrierte User nehmen jedes Jahr daran teil - das sind in etwa so viele Einwohner wie die Stadt Augsburg hat. Zur Erklärung: Jeder Spieler der Bundesliga hat einen im Vorfeld festgelegten Marktwert. Die Spieler haben ein virtuelles Budget, anhand dessen sie ihren Kader zusammenstellen.

Anhand der Bewertung des realen Spielers ergibt sich, ob der virtuelle Kicker Plus- oder Minuspunkte gesammelt hat. Pluspunkte gibt es etwa, wenn der Fußballprofi in der Startelf steht, Tore oder Vorlagen liefert oder - am wichtigsten - eine gute Note bekommt. Minuspunkte ergeben sich aus einer schlechten Note sowie aus gelb-roten und roten Karten. Spielt der Spieler gar nicht, gibt es weder Plus- noch Minuspunkte.

Der Andrang ist groß. Umso wichtiger ist es deswegen, seinen Konkurrenten einen Schritt voraus zu sein. Für alle jene, die ihre Kader noch etwas optimieren möchten, haben wir hier sieben nützliche Tipps gesammelt. Der Einfachheit halber beziehen sich alle Tipps auf die Interactive-Variante, bei der man 23 Spieler benötigt und ein  Budget von 42,5 Millionen Euro hat.

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1. Torhüter: Ein Team müsst ihr sein!

Für das Budget ist es am schonendsten, alle Torhüterstellen mit Spielern aus einer Mannschaft zu besetzen. Hintergrund: Die zweiten Keeper einer Mannschaft sind natürlich deutlich billiger als die Variante, zwei oder gar drei Keeper mit Nummer-eins-Status zu holen. Und wenn die Nummer eins nicht spielt, rückt eben dessen Ersatzmann nach. Aber Vorsicht: Zu riskante Varianten sollte man auf der Position nicht wagen. Ein guter Torhüter ist im Regelfall für deutlich über 100 Punkte gut - das muss ein Feldspieler erst einmal schaffen.

2. Die Defensive darf billig sein!

4,3 Millionen Euro kostet zum Beispiel Bayerns Joshua Kimmich und ist damit der teuerste Abwehrspieler im Spiel. Kimmich mag sein Geld vielleicht noch wert sein, weil er offensiv Akzente setzt und viele Vorlagen liefert. Aber zu viel Geld sollte man für seine Defensive nicht ausgeben. Ein unspektakulärer aber solider Punktelieferant ermöglicht es, in der Offensive etwas großzügiger zu sein.

3. Nicht zu viele Neuzugänge!

Klar: Der 20-jährige Stürmer, den der eigene Klub aus dem Amazonas gescoutet hat, ist eine Rakete. Und der Innenverteidiger, der mit der Empfehlung von 100 Länderspielen kommt, ist eine Bank. Denkt man. Deswegen ist der Sommer auch die schönste, weil hoffnungsvollste Zeit des Jahres. Und, klar: Manchmal ist tatsächlich ein Kracher dabei. Mindestens genauso oft entpuppt sich der vermeintliche Spitzentransfer aber als Klumpfuß oder ist bestenfalls Durchschnitt. Die Eingewöhnung an die neue Liga, den neuen Klub oder das neue Klima sind eben auch für Profis nicht so leicht wegzustecken. Deswegen die goldene Regel vom Autor dieser Zeilen: Nicht mehr als drei Neuzugänge in das eigene Team holen!

4. Die Ersatzbank vernachlässigen ist der häufigste Fehler!

Im Managerspiel ist es wie im echten Leben: So eine Million ist so schnell weg. Deswegen setzen viele auf eine starke Elf und verzichten faktisch auf Ersatzspieler. Das ist aber enormes Risko. Denn schon wenn ein Spieler aus der ersten Elf mal verletzt oder formschwach ist (und das wird bei elf Spielern immer mindestens auf zwei bis drei zutreffen), hat man keine Alternativen mehr. Natürlich ist es Unfug, sich 23 potentielle Stammspieler zu holen und sich dann jedes Wochenende darüber zu ärgern, wen man auf der Bank gelassen hat. Aber sich nur auf eine erste Elf zu verlassen, ist der häufigste Fehler. Gerade bei den Abstiegskandidaten gibt es viele Spieler, die für relativ kleines Geld zu holen sind und Stammspieler sind. Faustregel: Vier Ersatzspieler sollten das Ziel sein.

5. Auch bei den Teams gilt: Streuen!

Natürlich spricht nichts dagegen, sich drei Spieler von seinem Lieblingsklub zu holen (sofern das finanziell machbar ist). Aber ansonsten ist es ein Risiko, sich zwei oder drei Stammspieler von einem Verein zu holen. Denn eine Krise im Klub kann sich flugs auf alle Spieler eines Klubs auswirken - und damit auch auf die Spieler, die man sich für seine Mannschaft ausgesucht hat. Wer sich zum Beispiel in der vergangenen Saison drei Spieler des damaligen Vizemeisters FC Schalke geholt hat, hat damit einen ebenso kostspieligen wie nachhaltigen Absturz erlebt. Klar kann das auch in die andere Richtung gehen und man zieht drei Kicker eines Klubs, der eine starke Saison spielt. Aber da sind wir mal wieder beim Faktor Risiko: Zu viel davon ist nicht gut für die Balance des Kaders.

Admir Mehmedi wird als Mittelfeldspieler gewertet, ist aber Stürmer. Bedeutet: Jedes Tor wird im Managerspiel mit 4 statt 3 Punkten gewertet.
Bild: Swen Pförtner, dpa

6. Nutze die Fehler bei der Einsortierung!

Manche Spieler, wie etwa Admir Mehmedi vom VfL Wolfsburg, werden beim Kicker als Mittelfeldspieler gewertet - obwohl sie faktisch eher in der Sturmreihe auflaufen. Bedeutet: Erzielen diese ein Tor, gibt es einen Punkt mehr. Auch Sven Bender von Bayer Leverkusen wird als Abwehrspieler geführt, ist aber oft auch im Mittelfeld zu finden. Danny da Costa von Eintracht Frankfurt ist als Abwehrspieler eingeordnet, ist aber eigentlich auch eine Reihe weiter vorne zu finden. Natürlich ist ein Punkt alleine nicht entscheidend. Aber es ist ein Bonus, den man im Auge behalten sollte.

7. Achte auf Elfmeterschützen!

Alfred Finnbogason hat in der vergangenen Saison zehn Tore erzielt - vier davon waren Elfmeter. Zwar ist der FCA-Spieler wegen seiner immensen Verletzungsanfälligkeit keine Kaufempfehlung, dennoch zeigt diese Statistik, dass man die Elfmeterschützen der Klubs im Auge behalten sollte. Als sichere und häufige Elferschützen gelten zum Beispiel auch Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim), Nils Petersen (SC Freiburg) und Daniel Caligiuri (Schalke).

Die Schnäppchen

Wer noch auf der Suche nach günstigen Spielern für sein Team ist, kann hier fündig werden. Wie immer gilt: Eine Garantie auf eine erfolgreiche Saison gibt es nicht - und wer spielt, kann natürlich auch Minuspunkte machen. Anbei aber einige Tipps, um sein Team auf einigen Positionen kostengünstig zu erweitern.

Tor:

Torwart Jannik Huth (Mitte) aus Paderborn wurde im Elfmeterschießen gegen den SC Rödignhausen zum Held.
Bild: Friso Gentsch

Jannik Huth (SC Paderborn) Wer im Tor sparen will, kommt an Paderborn nicht vorbei. Das Keeper-Trio der Westfalen ist ohnehin schon das günstigste der Liga. Wegen der Verletzung des Stammkeepers Leopold Zingerle (1,8 Millionen Euro) ist Neuzugang Jannik Huth (0,6 Millionen) gesetzt. Eigentlich soll Zingerle, sobald er wieder fit ist, ins Tor zurück kehren. Wenn Huth seine Sache bis dahin aber gut macht, könnte es gut sein dass er seinen Platz behalten darf. Im Elfmeterschießen im Pokal wurde er jedenfalls zum Helden seiner Mannschaft.

Abwehr:

Daniel Brosinski (FSV Mainz 05) Der Außenbahnspieler kostet nur 1,7 Millionen Euro. Diese Summe könnte sich auszahlen, denn Brosinski ist nicht nur absoluter Stammspieler, sondern schießt auch die Elfmeter, Freistöße und Ecken. Zwar hatte er Ende der vergangenen Saison einen Hänger - im Normalfall verzichtet Trainer Sandro Schwarz aber nicht auf die Qualitäten des 31-Jährigen.

Tim Rieder (rechts) spielte sich beim FC Augsburg in den Vordergrund.
Bild: Ulrich Wagner

Tim Rieder (FC Augsburg) Gerade mal 0,4 Millionen Euro kostet der Abwehrspieler, der in der vergangenen Saison vom FCA an Darmstadt ausgeliehen war. Infolge der Verkäufe von Hinteregger und Danso und der Verletzung von Gouweleeuw ist Rieder aber - nicht zuletzt dank einer starken Vorbereitung - in den Fokus gerückt. Im Pokal gegen Verl spielte Rieder tatsächlich in der Startelf und gehörte noch zu den besseren FCA-Spielern. FCA-Trainer Martin Schmidt adelte ihn auf der PK vor dem Ligastart gegen Dortmund: "Er wird von Woche zu Woche stärker." Für diesen Preis ein Pflichtkauf.

Keven Schlotterbeck (Union Berlin) Für den 22-Jährigen, der vor der Saison vom SC Freiburg zum Erstliga-Aufsteiger gewechselt war, müssen müssen Manager 1,5 Millionen Euro locker machen. Dieses Geld könnte sich aber auszahlen, denn Schlotterbeck macht bei Union bislang einen starken Eindruck. Trotz der enormen Konkurrenz von insgesamt sieben Innenverteidiger (unter anderem kam Neven Subotic) im Union-Kader ist Schlotterbeck Stammspieler, lief auch im Pokal von Anfang an auf. Der Neffe des Ex-Profis Niels Schlotterbeck (1860, Duisburg, Rostock) besticht mit einer guten Spieleröffnung. Zugute kommt ihm, dass der Fokus beim Aufsteiger eindeutig auf der Defensivarbeit liegt.

Mittelfeld:

Brand Borello (SC Freiburg) Auf 0,5 Millionen Euro wird der Wert des Australiers taxiert. Nach einer schwachen Saison mit Verletzungsproblemen scheint der 24-Jährige nun aber den Durchbruch beim SC geschafft zu haben. Er gehört zu den Überraschungen des Sommers und stand beim Pokalspiel in der Startelf.

Georg Teigl (rechts) gab in der Vorbereitung einige Vorlagen für Florian Niederlechner.
Bild: Christian Kolbert

Georg Teigl (FC Augsburg) Nur eine Million wird für den Österreicher fällig. Der spielte seit seinem Wechsel zum FCA im Jahr 2016 zwar nie eine große Rolle. Das könnte sich aber aufgrund der aktuellen Personalsituation ändern. Denn nach dem Abgang von Jonathan Schmid zu SC Freiburg und dem Kreuzbandriss von Raphael Framberger ist Teigl der einzige Rechtsverteidiger der Augsburger mit Bundesliga-Erfahrung. Simon Asta, der nominelle Konkurrent Teigls, ist gerade mal 18 Jahre alt.

Sturm

Marcus Ingvartsen (Union Berlin) Für 1,2 Millionen Euro ist der Däne, der vor der Saison aus Belgien vom KRC Genk kam, zu haben. Das könnte gut angelegtes Geld sein. Der 23-Jährige spielte eine gute Vorbereitung und stand in der Startelf beim DFB-Pokal.

Streli Mamba traf für Paderborn gegen Rödinghausen.
Bild: Friso Gentsch, dpa

Streli Mamba (SC Paderborn) Eine Million kostet der Deutsch-Kongolose, den der Aufsteiger von Energie Cottbus loseiste. Der 25-Jährige kommt mit der Empfehlung von elf Toren in der 3. Liga in der vergangenen Saison und setzte sich in der Vorbereitung in Paderborn durch. In der ersten Pokalrunde traf er zum zwischenzeitlichen 3:1 für seinen Klub gegen Rödinghausen. Dass Mamba in der Bundesliga nun groß einnetzt, scheint zwar nicht unbedingt gegeben - für einen Stammplatz und einige Tore könnte es hingegen reichen. Keine schlechten Voraussetzungen für diesen Schnäppchen-Preis.

Jonathan Burkardt (FSV Mainz 05) Der 19-Jährige kostet wie Ingvartsen 1,2 Millionen und gilt als großes Talent. Schon in der vergangenen Saison ließ ihn Trainer Sandro Schwarz vier Mal von Beginn an ran und ließ ihn einmal durchspielen. Durch die Verletzung des eigentlich gesetzten Jean-Philippe Mateta im Sturmzentrum hat sich seine Position wieder verbessert, im Pokal kam er bereits per Einwechslung zum Einsatz. (eisl)

Lust auf noch mehr Fußball? Dann hören Sie sich hier unseren Podcast mit FCA-Kapitän Daniel Baier an:

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