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Tennis

14.06.2017

Tommy Haas trifft auf Federer

Für den Deutschen ist der Superstar aus der Schweiz nicht nur ein Konkurrent. Beim Turnier in Stuttgart überzeugen auch andere

Für Tommy Haas gibt es auf seiner Abschiedstour ein Rasenduell mit seinem Kumpel Roger Federer. Beim Tennis-Turnier in Stuttgart veredelte der 39-Jährige am Dienstag die gute Bilanz der deutschen Starter, bezwang den Franzosen Pierre-Hugues Herbert in drei Sätzen und trifft nun im Achtelfinale auf den Superstar aus der Schweiz. „Das nächste Spiel gegen einen meiner engsten Freunde zu spielen, Roger Federer, da freue ich mich sehr drauf“, sagte Haas noch auf dem Centre-Court.

„Wir hatten viele tolle Kämpfe in der Vergangenheit. Er ist der beste Rasenspieler der Geschichte. Ich muss sicher besser spielen, um eine Chance zu haben. Aber man weiß nie, was passiert“, sagte Haas, nachdem er fünf anderen Deutschen um Philipp Kohlschreiber ins Achtelfinale gefolgt war. Vor dem Abendmatch von Florian Mayer verpasste einzig Maximilian Marterer die Runde der besten 16.

Beim 6:3, 4:6, 7:5 schenkten sich Haas und Herbert nichts. Das am heutigen Mittwoch auf 15.30 Uhr terminierte Duell mit Federer erarbeitete sich Haas mit viel Ausdauer. Auch gegen seinen Freund wird er die Unterstützung seiner Familie haben. „Meine Tochter und Schwiegermutter sind erst heute aus Los Angeles angekommen“, berichtete Haas. Er steht vor dem Karriereende und tritt letztmals bei dem mit 701975 Euro dotierten ATP-Turnier an.

Auf dem Centre-Court vor erneut nur etwa zur Hälfte besetzten Tribünen gelang Haas das Break zum 5:3 und kurz darauf der erste Satzgewinn. Im ersten Duell mit dem 13 Jahre jüngeren Franzosen wirkte die ehemalige Nummer zwei der ATP-Weltrangliste körperlich fit. Der zweite Satz war ebenso eng. Haas vergab beim Stand von 4:4 einen Breakball, ehe Herbert punktete und danach seinerseits mit dem Break zum 6:4 für seinen Satzgewinn sorgte.

Mit frischem T-Shirt ging Haas in den entscheidenden dritten Satz und lieferte der Nummer 75 der Welt einige sehenswerte Returns und Stoppbälle. Der Lohn: das Break zum 6:5. Keine fünf Minuten später war die Partie nach insgesamt 1:52 Stunden entschieden.

Kohlschreiber war davor deutlich schneller unter die Dusche gekommen. Beim Stand von 6:1 und 30:15 im zweiten Satz für Kohlschreiber gab Marcos Baghdatis aus Zypern verletzt auf. Nach dem ersten Satz hatte sich der Oldie bereits einige Minuten lang auf dem Platz behandeln lassen. Zwei Wochen nach seinem Erstrunden-Aus bei den French Open kam der 33 Jahre alte Kohlschreiber damit gut in die Rasensaison und trifft in der nächsten Runde auf Steve Johnson aus den USA, der sich am Montag gegen den Nürnberger Maximilian Marterer durchgesetzt hatte. Zuvor hatten schon Mischa Zverev, Jan-Lennart Struff und die beiden ungesetzten Qualifikanten Peter Gojowczyk und Yannick Hanfmann die erste Runde überstanden. (dpa)

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