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Trainer-Suche
09.10.2018

Stuttgarts Kandidaten

Jürgen Klinsmann
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Jürgen Klinsmann

Der VfB sucht einen Nachfolger für den entlassenen Tayfun Korkut. Neben Markus Weinzierl steht auch die ein oder andere Überraschungs-Lösung auf der Liste

Zeitlich hat der VfB Stuttgart durch die Länderspielpause etwas Luft bei der Suche nach einem neuen Trainer. „Das spielt uns im Moment ein bisschen in die Karten, dass wir nicht unter diesem Druck stehen, morgen oder übermorgen schon die Nachfolge zu präsentieren“, sagte Sportvorstand Michael Reschke nach der Trennung von Tayfun Korkut. Sitzen muss die Personalie aber ohne jeden Zweifel.

Die Wünsche sind bereits ausgesprochen: „Es geht sicher darum, ein bisschen erfrischender, ein bisschen aggressiver und torgefährlicher zu spielen“, sagte der 61-Jährige. Der wichtigste Auftrag aber lautet: Klassenverbleib. Was schwer genug wird. Die nächsten beiden Gegner sind Borussia Dortmund und die TSG Hoffenheim.

Der VfB ist mit fünf Punkten Letzter der Bundesliga. Namen wollte Reschke nicht kommentieren. Das Training am Dienstag leitet Interimslösung Andreas Hinkel. Gegen Dortmund am 20. Oktober sollte dann aber bestenfalls schon der neue Mann an der Linie stehen. Diese Trainer mit Bundesligaerfahrung sind derzeit ohne Verein:

Der 51 Jahre alte Österreicher arbeitete bis zum Ende der vergangenen Saison für RB Leipzig und wäre die Lösung mit dem besten Namen für das anspruchsvolle Umfeld der Schwaben. Hasenhüttl hat eine klare Spielidee für offensiven Fußball. Nach einem Champions-League-Klub zum Schlusslicht zu gehen, erscheint aber wie ein Rückschritt.

Der Ex-Trainer des 1. FC Köln und von Borussia Dortmund wäre eine sehr überraschende Lösung. Denn mit seinem ebenfalls eher defensiv ausgerichteten Fußball wäre der Österreicher eine Art „Korkut 2.0“.

Seit dem Abschied vom FC Schalke 04 vor etwas mehr als 15 Monaten ist der 43 Jahre alte Bayer ohne Job. Vor allem zu seiner Zeit beim FC Augsburg begeisterte Weinzierl mit seinem Mut und seiner unerschrockenen Art, auf Schalke bekam die Karriere erste tiefere Kratzer. Bei ihm wäre die Zeit reif für ein Comeback.

Er war schon Trainer beim VfB Stuttgart – von 2005 bis 2007 in der U17. Kommt aus Geislingen und damit aus der Region. Rettete Hoffenheim vor dem Abstieg und führte den Klub danach auf die Plätze neun und acht. Rettete dann den Hamburger SV vor dem Abstieg, musste aber Anfang Januar trotzdem gehen.

Der ehemalige Bundestrainer hat eine emotionale Bindung zum VfB Stuttgart wie kaum jemand sonst. Als Trainer in der Bundesliga beim FC Bayern München war er aber ein eher kurzes Experiment. Als Chef der US-Nationalmannschaft arbeitete er lange erfolgreich und blieb fast fünf Jahre. Dass er seine Wahlheimat Kalifornien tatsächlich verlassen würde, ist unwahrscheinlich. (dpa)

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