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Tennis

21.11.2017

Trauer um Jana Novotna

Die ehemalige Wimbledonsiegerin ist im Alter von 49 Jahren gestorben

Die frühere Wimbledonsiegerin Jana Novotna ist tot. Die ehemalige tschechische Tennisspielerin starb im Alter von 49 Jahren nach einer Krebserkrankung. Novotna sei am Sonntag in ihrer Heimat Tschechien im Beisein ihrer Familie gestorben, teilte die Spielerinnenorganisation WTA mit.

Novotna gewann in den 14 Jahren ihrer Profi-Karriere 24 Titel im Einzel und 76 im Doppel. Sie war die Nummer zwei im Einzel und die Nummer eins im Doppel. 1998 holte sie gegen die Französin Nathalie Tauziat den Titel in Wimbledon.

In Erinnerung geblieben sind vor allem aber auch die emotionalen Bilder vom Wimbledonfinale 1993. Im Endspiel gegen Steffi Graf hatte Novotna bei eigenem Aufschlag schon mit 6:7, 6:1 und 4:1 geführt – und verlor den entscheidenden Satz am Ende doch noch mit 4:6. Bei der anschließenden Siegerehrung erlitt die Tschechin nach ihrem unerwarteten Leistungseinbruch einen Weinkrampf und musste sogar von der Herzogin von Kent in den Arm genommen und getröstet werden.

Auch 1997 schaffte sie es in Wimbledon ins Endspiel, ein Jahr später holte sie dort ihren einzigen Grand-Slam-Sieg. „ Tennis gibt mir alles und erfüllt mich auch nach all den Jahren“, hatte sie noch vor zwei Jahren im All England Tennis Club in London am Ort ihres größten Triumphes gesagt.

Darüber hinaus hatte Novotna auch zwei Silber- und eine Bronzemedaille bei Olympischen Spielen gewonnen, mit Tschechien holte sie 1988 den Sieg im Fed Cup.

„Jana war auf dem Platz und außerhalb des Platzes eine Inspiration für alle, die die Chance hatten, sie kennenzulernen. Unsere Gedanken sind bei Janas Familie“, sagte WTA-Chef Steve Simon. Sechs Jahre nach ihrem Rücktritt wurde Novotna 2005 in die Tennis Hall of Fame aufgenommen.

Selbst Tschechiens Ministerpräsident Bohuslav Sobotka reagierte gestern betroffen und hob Novotnas Bedeutung für das Land hervor. „Der tschechische Sport hat eine bedeutende Persönlichkeit verloren“, teilte er mit. „Die Freude, die sie uns mit ihrem Sieg in Wimbledon oder dem Gewinn der Olympia-Bronzemedaille in Atlanta bereitet hat, bleibt unvergesslich.“ (dpa)

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