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Ski

01.12.2019

Traum-Comeback: Dreßen ist bester deutscher Abfahrer der Geschichte

Thomas Dreßen bekam nach seinem Abfahrtssieg in Lake Louise auch einen Cowboyhut geschenkt.
Bild: Jeff Mcintosh/The Canadian Press/AP/dpa

Alpinchef Wolfgang Maier hat Skirennfahrer Thomas Dreßen nach dessen völlig unerwartetem Weltcup-Sieg in Lake Louise zum besten deutschen Abfahrer der Geschichte erklärt.

"Der Thomas ist in der Abfahrt sicher das beste, was wir in Deutschland bislang zu bieten hatten", sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur. "Man muss ihn als den herausragenden Abfahrer der Historie bezeichnen. Obwohl er noch so jung ist."

Besonders bemerkenswert war Dreßens Sieg auch aufgrund der Vorgeschichte: Exakt ein Jahr zuvor war er in Beaver Creek gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Neben dem Kreuzbandriss waren bei ihm auch der Innenmeniskus, Außenmeniskus, das Innenband und der Knorpel betroffen sowie die Schulter ausgekugelt. Seither hatte er kein Weltcup-Rennen mehr bestritten. "Wenn du die ganze Saison draußen bist und dann kommst du zurück und gewinnst ein Rennen - das ist eigentlich völlig aus der Norm raus. Das schaffen die wenigsten. Das schafft vielleicht einer von 100", sagte Maier.

Der Sportler vom SC Mittenwald hatte zuvor bereits die Abfahrten in Kitzbühel und Kvitfjell gewonnen und kommt nun als einziger Deutscher auf drei Siege in der Königsdisziplin des alpinen Skisports. Selbst Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier und der zweimalige Kitzbühel-Sieger Sepp Ferstl senior holten in ihren Karrieren nur zwei Weltcup-Siege in der Abfahrt. "Der Dreßen bringt noch einen Ticken mehr mit", sagte Maier. "Er hat wirklich noch eine große Zukunft vor sich."

Traum-Comeback: Dreßen ist bester deutscher Abfahrer der Geschichte

Felix Neureuther lobte Dreßen für seine Leistung

Auch Felix Neureuther lobte Dreßens Sensationssieg in den höchsten Tönen. "Ich freue mich wahnsinnig. So ein Comeback hinzulegen, das ist definitiv gewaltig", sagte der 35-Jährige. "Das ist schon eine überragende Leistung", urteilte Neureuther, der im Frühjahr seine aktive Karriere beendet hatte.

Dabei hatte der erfolgreichste deutsche Weltcup-Fahrer schon mit einem starken Rennen des 26 Jahre alten Dreßen gerechnet. "Ich war eigentlich nicht baff, weil ich im letzten Training schon gesehen habe, dass der da ganz vorne rein fahren kann", sagte Neureuther.

Für das Team sei der Erfolg enorm wichtig, urteilte der langjährige Erfolgsgarant im Deutschen Skiverband (DSV). "Jetzt kann der Winter definitiv starten", sagte Neureuther, der inzwischen TV-Experte ist. (dpa)

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