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18.11.2017

Verkauft Ismaik Anteile?

Hasan Ismaik

Verwirrung um 1860-Investor

Dieser Traum vieler Fans des TSV 1860 München von einem Ende der Erfolglos-Liaison mit Investor Hasan Ismaik dauerte nur wenige Stunden. Nachdem der Münchner Unternehmer Gerhard Mey in einem Interview überraschend berichtet hatte, dass Ismaik seine Anteile am abgestürzten Fußball-Traditionsverein „ohne Wenn und Aber“ verkaufen wolle, folgte ein Dementi des Jordaniers.

„Falsch ist, dass ich auch nur ansatzweise daran denke, mich beim TSV 1860 zurückzuziehen“, schrieb Ismaik bei Facebook. Vielmehr kündigte der Geschäftsmann eine Kooperation mit einer „herausragenden Münchner Persönlichkeit“ an, blieb Details aber zunächst schuldig.

Im Interview der Süddeutschen Zeitung von gestern hatte Mey für Aufsehen gesorgt, als er von einem Gespräch mit Ismaik berichtete. Dieses fand in Alicante statt. Dabei habe Ismaik einerseits gesagt, seine Anteile an 1860 veräußern zu wollen, andererseits aber einen „astronomischen“ Kaufpreis von mehr als 70 Millionen Euro aufgerufen.

Offenbar will der unberechenbare Geschäftsmann aus Abu Dhabi den gezahlten Kaufpreis für die „Löwen“ und auch alle seitdem gewährten Darlehen erstattet bekommen. Ismaik war 2011 beim TSV mit großen Zielen eingestiegen, hatte aber statt Erfolge nur Schlappen erlebt und im Frühjahr den Absturz von der 2. in die 4. Liga provoziert. An ein Ende seines Schaffens an der Grünwalder Straße aber denkt der Investor angeblich nicht. „Zum letzten Mal: 1860 ist unverkäuflich“, schrieb Ismaik.

Etliche Präsidien und Manager sind in den vergangenen Jahren an dem exzentrischen Mehrheitseigner gescheitert – und auch Interessenten für eine Übernahme der Anteile blitzten bei Ismaik ab. (dpa)

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