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Ski Alpin

13.02.2015

Viktoria Rebensburg: Die Jägerin hat wieder zugeschlagen

Viktoria Rebensburg holte etwas überraschend bei der alpinen Ski-WM in Vail Silber im Riesenslalom.
Bild: Stephan Jansen (dpa)

Viktoria Rebensburg hat es wieder getan. Bei der WM in Vail holte sie einen großen Rückstand vor und fuhr in die Medaillenränge. Ein Kunststück, das ihr immer wieder bei Großereignissen gelingt.

Eine Jägerin sei sie, hat Viktoria Rebensburg kurz vor dem Riesenslalom der Olympischen Spielen in Sotschi gesagt. Das ist interessant, denn Rebensburg war zu diesem Zeitpunkt noch die amtierende Olympiasiegerin in dieser alpinen Disziplin. Vier Jahre zuvor hatte sie sich in Vancouver mit ihrem Sieg aus dem Nichts ins Licht der Öffentlichkeit katapultiert. Ganz nach oben fuhr sie bei der olympischen Neuauflage nicht, aber sie holte hinter Tina Maze (Slowenien) und Anna Fenninger ( Österreich) Bronze.

Zu erwarten war das nicht, denn Rebensburgs Vorbereitung auf Sotschi verlief alles andere als optimal. Eine Erkältung wuchs sich zur Lungenentzündung aus und legte sie mehrere Wochen lahm. "In den schlimmsten Phasen dachte ich, ich werde gar nicht mehr ganz gesund", sagte sie.

Rebensburgs Fähigkeit, Rückstände aufzuholen

Erst in Sotschi habe sie sich wieder komplett gesund gefühlt. Als Anwärterin für eine Medaille im Riesenslalom hatte sie sich trotzdem nicht gefühlt. Aber als Jägerin. Und sie machte Beute. Nach dem ersten Lauf war Rebensburg als Sechste bereits in Lauerposition gelegen. Es war die gleiche Ausgangslage wie in Vancouver, als sie ebenfalls als Sechste in den zweiten Durchgang gegangen war. Der zweite Durchgang verzögerte sich zunächst, da es in den Bergen von Krasnaja Poljana immer wieder stark regnete. Der Schnee war tief und schwer zu befahren. Rebensburg ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen, zeigte einen nahezu perfekten Lauf, der am Ende den Gegenwert einer Bronzemedaille hatte.

Gestern präsentierte sich die 25-Jährige erneut als Jägerin. Nach einem etwas verhaltenen ersten Durchgang trennten sie astronomische 1,7 Sekunden von der dominierenden Anna Fenninger. Auf den dritten Platz waren es aber "nur" acht Zehntel. Der Viktoria Rebensburg der vergangenen Jahre hätte man so etwas immer zugetraut. Sie war von jeher in der Lage, mit einem fulminanten Lauf große Rückstände aufzuholen. Aber diesmal?

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Silber für Rebensburg im Riesenslalom

Rebensburg hatte vor der Saison einen Material-Wechsel vorgenommen. Seitdem ist sie in den Speed-Disziplinen viel schneller, im Riesenslalom aber etwas langsamer. In Abfahrt und Super-G fuhr sie an den Medaillen vorbei. Die Chancen im Riesenslalom wurden als wenig aussichtsreich bewertet. Scheinbar zu recht, wie der erste Lauf belegte.

Aber Rebensburg hat das Jagen nicht verlernt. Zauberte einen Sensationslauf in die Piste von Vail, schob sich an Stars wie Kirchgasser, Maze oder Weirather vorbei - vor bis auf Platz zwei. Silber. Ihre erste WM-Medaille überhaupt. Für die Jägerin Viktoria Rebensburg. ako, time

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