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Volleyball

15.11.2011

Volleyball-Frauen: Finaler Kraftakt für Olympia

Die deutschen Volleyballerinnen kämpfen um London 2012. Foto: FIVB dpa

Jammern verboten! Die Beine sind schwer, die Köpfe leer - mit einem finalen Kraftakt wollen die deutschen Volleyball-Frauen aber das ersehnte Ticket für London 2012 perfekt machen.

"Wir spielen hier im Grunde dreimal ein Finale, um unseren Traum von Olympia wahr zu machen. Was kann es Schöneres geben?", spornte Bundestrainer Giovanni Guidetti seine Schützlinge vor den entscheidenden Auftritten beim Weltcup-Mammutturnier in Japan noch einmal an. "Von dieser Ausgangslage haben wir geträumt. Wir haben in den letzten drei Spielen alles selber in der Hand."

Eineinhalb Monate nach ihrem EM-Silber trumpften die Frauen des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) bislang auch beim ersten Qualifikationsturnier für die Sommerspiele mächtig auf. Nur zwei Niederlagen gab es in acht Spielen - selbst das Weltklasse-Team der USA wurde mit 3:0 besiegt. Von Mittwoch an geht es nun in Tokio gegen die direkten Olympia-Konkurrenten Italien, Japan und China ums Ganze. "Das sind sehr starke Gegner, die uns alles abverlangen werden. Aber wenn wir es schaffen, unser bestes Volleyball abzurufen, dann haben wir eine Siegchance", betonte Guidetti.

Für das große Ziel Olympia war erst einmal Abschalten angesagt. Am Montag gewährte der Bundestrainer seinen Frauen einen weitgehend freien Tag in der Riesen-Metropole Tokio. "Es ist total wichtig, dass wir diesen Tag nutzen, um viel Kraft zu tanken und jeder die individuelle Chance bekommt, sich etwas Gutes zu tun." Die meisten Spielerinnen nutzten dies zum ausgiebigen Shopping. "Wir sind schließlich Frauen", erklärte Nationalspielerin Lenka Dürr. Ein Krafttraining gab es am Nachmittag aber doch, bevor es am Abend in ein australisches Restaurant ging.

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Am Dienstag stand die Vorbereitung auf das Spiel gegen die noch ungeschlagenen Italienerinnen an. Diese haben mit den DVV-Frauen noch eine Rechnung offen, immerhin entthronten Angelina Grün und Co. den Europameister bei der EM. Am Ende verpasste die Auswahl von Trainer Massimo Barbolini mit Platz vier sogar eine Medaille, nur eine Wildcard bescherte den Sprung zum Weltcup. "Wir müssen versuchen, so gut wie bisher zu spielen", mahnte Barbolini sein bereits so gut wie qualifiziertes Team vor der Partie am Mittwoch gegen Deutschland.

Auch die weiteren Gegner Japan und China haben noch alle Chancen. Japan hat Olympiasieger Brasilien wohl endgültig aus dem Rennen um die ersten drei Ränge katapultiert. Am Ende des kräftezehrenden Mammutturniers könnte die Physis den Ausschlag geben: "Was man hier leisten muss, ist wirklich unglaublich. Das ist mit Abstand das schwerste Turnier, was ich kenne", sagte Guidetti. (dpa)

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