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22.12.2011

Von wegen Ferien: Sportler im Weihnachts-Einsatz

Arbeit verpflichtet: Statt zu feiern muss Dirk Nowitzki an Weihnachten in die NBA-Saison starten. Foto: Larry W. Smith dpa

Am härtesten trifft es Dirk Nowitzki, Angelina Grün und Dimitrij Ovtcharov. Während der Großteil der internationalen Sportszene über die Festtage zumindest kurz Pause macht, muss das Trio an Weihnachten schuften.

Basketball-Star Nowitzki eröffnet am ersten Feiertag die Saison in der NBA, Grün steht in der russischen Volleyball-Liga wie Tischtennis-Ass Ovtcharov sogar an Heiligabend auf dem Parkett. Erholung ist Profisportlern zwischen den Jahren nicht vergönnt, nur der Bundesliga-Fußball macht eine Winterpause. Athleten in den Handball-, Volleyball- und Eishockey-Ligen müssen vom 26. Dezember an ran - von den Wintersportlern ganz zu schweigen.

Im weit entfernten Dallas wird Nowitzki an Heiligabend schon dem NBA-Saisonauftakt entgegenfiebern. Dieser steigt wegen des langen Arbeitskampfs in der nordamerikanische Eliteliga erst am 25. Dezember gegen die Miami Heat. Immerhin kann Deutschlands jüngst gekürter "Sportler des Jahres" seine Liebsten um sich scharen: Eltern, Schwester mit Mann und Kindern reisen für die Feiertage nach Texas.

An Heiligabend wird Mutter Nowitzki nach dem Training ihres Sohnes kochen. "Da wir am Tag danach ein Spiel haben, muss ich mich beim Essen leider etwas zurückhalten", erzählt Dirk. "Ein Stück Gans und einen Knödel werde ich mir aber schon gönnen."

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Braten mit Sättigungsbeilage dürfte bei Angelina Grün am 24. Dezember nicht auf dem Speiseplan stehen. Die Ausnahme-Volleyballerin ist mit Dynamo Moskau in der russischen Liga gegen Samorodok Chabarowsk im Einsatz. "Ich hätte schon ganz gerne freigehabt", räumt die 32-Jährige, die erst vor wenigen Tagen von Alemannia Aachen nach Russland gewechselt war, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa ein. "Aber meine Situation ist gerade ohnehin sehr spannend."

Immerhin hat sie am ersten Feiertag frei und bekommt in Moskau Besuch von Freund Stefan Hübner. Ganz auf Weihnachten will Grün nicht verzichten. "Ich habe aus Deutschland Weihnachts-Deko mitgebracht, um meine Wohnung zu schmücken", erzählt sie, "aber keinen Baum".

Auch Ovtcharov muss mit seinem Club Fakel Orenburg ran. "Das russische Weihnachtsfest ist erst im Januar, deshalb ist dort vorher ein ganz normaler Spieltag", berichtet er auf der Homepage des Deutschen Tischtennis-Bundes. "Silvester wird sicherlich besser."

Hierzulande ruhen Bälle, Pucks und Skier - allerdings nur kurz. Schon am zweiten Weihnachtstag wird etwa wieder in der Deutschen Eishockey-Liga, Handball-Bundesliga, Basketball-Bundesliga und im Volleyball-Pokal gespielt. "Natürlich wäre es schöner, Weihnachten zu Hause zu verbringen, anstatt auf dem Eis zu stehen", meinte Christoph Schubert vom DEL-Club Hamburg Freezers. "Aber das bringt nun einmal unser Beruf mit sich und wir müssen darauf hoffen, dass sich in den kommenden Jahren der Spielplan dahingehend etwas ändert."

Gerade auch Skisportlern ist am Jahresende wenig Freizeit gegönnt. Die Alpinen bereiten sich auf die Weltcups in Lienz und Bormio vor, für die Skispringer steht der Jahreshöhepunkt Vierschanzentournee auf dem Programm. Die Langläufer fiebern der Tour de Ski entgegen, die Biathleten der World Team Challenge in der Schalker Fußball-Arena.

In anderen Sportarten wirft das neue Jahr seine Schatten voraus. Tennis-Ass Andrea Petkovic steigt am 25. Dezember ins Flugzeug Richtung Australien, wo an Neujahr in Brisbane ihre Saison beginnt. Fed-Cup-Kollegin Julia Görges ist über Weihnachten bereits in Dubai, um sich für das Turnier in Auckland/Neuseeland zu akklimatisieren. (dpa)

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