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DEL

10.09.2019

Votum für Mannheim: Meister als DEL-Topfavorit vor München

Die Adler Mannheim sind wieder Favorit auf den Gewinn der Meisterschaft.
Bild: Uwe Anspach (dpa)

Die Adler Mannheim werden in der DEL wieder vorneweg marschieren, wenn die Mehrzahl der Trainer Recht behält. Der Meister liegt klar vor den Münchnern bei den Titel-Prognosen. EHC-Trainer Don Jackson hat aber natürlich was dagegen, dass die Adler am Ende wieder feiern.

Mannheims Meistertrainer Pavel Gross kann noch so die Konkurrenz loben - seine Adler dürften die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga doch wieder dominieren.

Zumindest sprechen sich fast alle Clubs für den Titelträger als klaren Top-Favoriten aus. Eindeutig fällt in einer dpa-Umfrage das Votum für die Mannheimer vor dem EHC Red Bull München aus.

"Top-Trainer, Top-Spieler - die sind mit Sicherheit die Top-Favoriten", begründete Augsburgs Trainer Tray Tuomie und steht beispielhaft für die Meinung vieler DEL-Kollegen. "Sie haben die besten Spieler", sagte auch Harold Kreis von der Düsseldorfer EG.

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Wenn an diesem Freitag (19.30 Uhr) mit den ersten Bullys die Sommerpause endet, werden sich viele Augen auf den ersten Auftritt der Mannheimer bei den Nürnberg Ice Tigers richten. In der vergangenen Spielzeit stellten die Adler in der Hauptrunde einen Punkterekord auf und beendeten im Playoff-Finale mit einem verdienten Finalerfolg über München die dreijährige Titel-Ära des Rivalen.

Die Mehrzahl der DEL-Trainer kann sich nichts anderes als einen erneuten Durchmarsch des achtmaligen Titelträgers ins Finale vorstellen. Nur drei Clubs nannten Mannheim nicht explizit. Berlins Trainer Serge Aubin, der sich nicht festlegen wollte und an "eine Ausgeglichenheit in der Liga" glaubt, Münchens Don Jackson und Mannheim. "Es ist jedoch kein Geheimnis, dass auch wir wieder ein Wörtchen im Kampf um den Meistertitel mitreden wollen", sagte Gross.

Vier Trainer legten sich auf die Adler als Top-Favoriten fest. Hinzu kommen der Kölner Mark Mahon und Straubings Jason Dunham, die einzigen beiden Sportchefs, die sich anstelle ihrer Coaches an der Umfrage beteiligten. Fünf Clubs sehen zudem Mannheim und München in der Meister-Frage klar im Vorteil.

Auf München, Serienmeister zwischen 2016 und 2018, als alleinigen Favoriten setzte kein Konkurrent. "Wir haben das Ziel zu gewinnen, und wir sind erfahren. Nach letztem Jahr haben wir etwas zu beweisen und müssen den nächsten Schritt wieder gehen", sagte EHC-Coach Jackson. Für die erste Saison nach dem Karriereende von Kapitän Michael Wolf haben sich die Münchner unter anderen mit Stürmer Derek Roy verstärkt, der knapp 800 Partien in der NHL bestritten hat.

Nach Schätzungen der "Eishockey News" haben Mannheim (16,0 Millionen Euro) und München (15,5) wieder die größten Etats. Die Adler verlieren wahrscheinlich Top-Talent Moritz Seider nach Nordamerika, haben ihre Kaderplanung aber rigoros vorangetrieben. "Ich bin mir nahezu sicher, dass erneut Mannheim oder München die Meisterschaft unter sich ausmachen", sagte Schwenningens Paul Thompson. "Einfach aus dem Grund, weil beide (...) über hochklassige Spieler verfügen und noch dazu Trainer haben, die wissen, wie man Titel holt."

Am ehesten dürften vielleicht die Kölner Haie die Topclubs gefährden. Auch Gross hat die Kölner mit dem neuen Trainer Mike Stewart auf dem Zettel, weil sie sich "sehr, sehr sinnvoll verstärkt haben." Als Herausforderer werden zudem die DEG, die Iserlohns Jason O'Leary neben den Finalisten und Köln aufzählt, und Berlin genannt.

Verbreitet aber ist die Meinung, dass die Dominanz von Mannheim und München über Jahren bestehen bleibt. "Sich in einer Playoff-Serie gegen die beiden Topteams der Liga durchzusetzen, wird für alle anderen Clubs verdammt schwer", sagte Krefelds Trainer Brandon Reid: "Aber Hockey ist ein verrücktes Spiel, in dem alles möglich ist." (dpa)

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