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Wankelmütige Leverkusener und verzweifelte Punktekämpfer: Die Lehren des Spieltags

Kommentar Von Anton Schwankhart
28.05.2020

Nach 28 Spieltagen lässt sich feststellen: Ist ganz schön schwer, in die Zukunft zu blicken. Klar scheint nur, das ein Trainer das Saisonende nicht auf seiner angestammten Bank erlebt.

Wie jeder Mensch sucht auch der Fußball-Freund nach Wahrheiten, die über den Tag hinausgehen. Das ist hier schwieriger als anderswo, weil im Fußball bekanntlich jedes Spiel wieder bei null beginnt und der Sieger von heute oft der Verlierer von morgen ist. Wer wüsste das besser als Bayer Leverkusen. Am Samstag noch beeindruckender 3:1-Triumphator beim Champions-League-Anwärter Mönchengladbach, vier Tage später in der eigenen Arena von unverdächtigen Wolfsburgern mit 1:4 an die Wand gespielt. Leverkusen ist jetzt erst einmal raus aus den Rängen der Königsklasse, die Gladbacher, obwohl torlos in Bremen, sind wieder drin. Was heißt das für die nächsten Tage? Alles und nichts.

Glücklicherweise wird die Suche nach weiter reichender Erkenntnis etwas einfacher, wenn sich die Bundesliga ihrem Ende nähert. Sechs Spieltage vor Schluss lässt sich für den Fan erahnen, wo es mit seinem Klub hingeht. Am einfachsten ist es traditionell für die Anhänger des FC Bayern.

Leverkusens Potenzial gegen Gladbachs Herz

Das 1:0 gegen Dortmund hatte wegweisende Wirkung, die bis zum letzten Spieltag reicht. Der Titel ist an die Roten vergeben. Dortmund darf Champions League spielen, Leipzig auch. Gladbach und Leverkusen kämpfen um den vierten Platz in der Königsklasse, wobei Leverkusen das größere Potenzial besitzt, Gladbach das größere Herz. Der Verlierer des Duells darf sich mit einem Europa-League-Platz trösten.

Wer ihn dorthin begleitet? Irgendein Verein aus dem Feld der Wankelmütigen und Wiederauferstandenen, die im Windschatten des VfL Wolfsburg Punkte sammeln. Ja, ihr Wolfsburger: Würdet ihr nur häufiger so aufspielen wie bei den hochgelobten Leverkusenern, es wäre mit euch weit oben zu rechnen. So wird’s halt wieder nur ein One-Night-Stand bleiben.

Weit über den Tag hinaus reichen derzeit vor allem Ergebnisse des FC Schalke. Eine Pleite kündet die nächste an. So ist der Europa-League-Kandidat im Niemandsland der Tabelle gelandet und so wird Schalkes Trainer David Wagner das Saisonende bei den Königsblauen auch nicht erleben.

Labbadia und Hertha: Das passt

Schalkes Gegenentwurf ist Tabellennachbar Hertha BSC. Bruno Labbadia hat die Mannschaft besser gemacht, als sie ist. Endlich ein Trainerwechsel, der funktioniert hat. Einen Labbadia hätten jetzt etliche Klubs jenseits des 1. FC Köln gerne.

Ab Rang 12 (FC Augsburg) beginnt die Zone der Abstiegsgefährdeten. Äußeres Kennzeichen: Hier wird besonders verzweifelt um Punkte gerungen. Alle sieben Klubs haben unter der Woche gepunktet. Was das für die kommenden Spieltage heißt? Alles und nichts. Sicher ist nur: Zwei müssen absteigen und ein Dritter in die Relegation.

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