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Warum Fritz Keller als DFB-Präsident eine gute Wahl ist

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Kommentar Von Milan Sako
15.08.2019

Der Präsident des SC Freiburg soll Nachfolger von Reinhard Grindel werden. Was für den 62-Jährigen spricht.

Das war ein schwieriges Match für den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Eine sechsköpfige Findungskommission und die Beratungsagentur Egon Zehnder mühten sich wochenlang, um einen geeinigten Kandidaten für die Verbandsspitze zu finden. Der Job, den größten Sportverband der Welt zu leiten, galt in der jüngsten Vergangenheit mindestens als schwierig.

Die Vorgänger Reinhard Grindel, Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und Gerhard Mayer-Vorfelder mussten allesamt vorzeitig den Platz an der Spitze räumen. Nun soll es ein Gastronom richten, der pünktlich zum Bundesligastart verkündet wird. Mit Fritz Keller haben die Fahnder auf den ersten Blick einen Volltreffer gelandet. Auch die Tatsache, dass der Name des Kandidaten nicht vorzeitig durchsickerte, darf als Erfolg gewertet werden. Außerdem einigte man sich auf einen einzigen Mann. Eine Kampfabstimmung zwischen zwei oder mehreren Kandidaten hätte nur Unruhe erzeugt, die der DFB nicht will.

Beim DFB gibt es für Keller genug anzupacken

Der 62-Jährige wird von Wegbegleitern als ausgeglichen und nach außen hin ruhig beschrieben. Intern kann der Winzer durchaus aufbrausend auftreten. In Freiburg repräsentierte der designierte DFB-Chef zuletzt nur noch den Verein, denn nach einer Umstrukturierung in der Führungsebene des Sportclubs leiteten ein Sport- und ein Finanzvorstand das operative Geschäft. Der Verlust an Gestaltungsspielraum soll den Machtmenschen Keller geschmerzt haben, erzählt man in Freiburg.

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Im DFB gibt es genügend anzupacken. Der neue Chef muss den ewigen Konflikt zwischen den Profis und den Amateuren moderieren. Immerhin sind DFB und die Profiorganisation der Deutschen Fußball-Liga DFL noch verzahnt. In England gehen beide Lager getrennte Wege. Die zuletzt schwächelnde Nationalmannschaft ist eine weitere von vielen Baustellen. Mit Fritz Keller hat die Findungskommission offenbar eine Führungskraft aus der Wirtschaft mit Fußball-Sachverstand gefunden. Das alles benötigt der zuletzt gebeutelte Verband und am dringendsten: Konstanz an der Spitze.

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