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FC Augsburg

29.12.2016

Warum der FCA Manuel Baum zum Cheftrainer befördert

Manuel Baum ist jetzt Chetrainer beim FCA.
Bild: Ulrich Wagner

Manuel Baum wird Cheftrainer beim FCA. Der Bundesligist hat gute Gründe, den bisherigen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums weiterarbeiten zu lassen.

Es ist genau vier Jahre her, als die Verantwortlichen beim damaligen Bundesligisten FC Augsburg zwischen Weihnachten und Neujahr eine wegweisende Entscheidung trafen. Der FCA musste damals als Tabellenletzter mit neun Punkten überwintern. Doch anstatt damals den Bundesliga-Trainer-Neuling Markus Weinzierl zu entlassen, feuerte FCA-Chef Walther Seinsch kurzerhand Manager Jürgen Rollmann einen Tag vor Heilig Abend. Am 27. Dezember gab man dann die Verpflichtung von Stefan Reuter bekannt. Vier Jahre später war das Weihnachtsfest für die FCA-Verantwortlichen wieder alles andere als ruhig und besinnlich.

Manager Stefan Reuter und Vereinschef und Vereinschef Klaus Hofmann mussten entscheiden, wer den Bundesligisten als Cheftrainer in die Rückrunde führt. Vier Tage nach Weihnachten hat der FCA für Klarheit gesorgt und Interimscoach Manuel Baum zum neuen Cheftrainer befördert. Vorerst bis zur Sommerpause wird ihm als Co-Trainer Alexander Frankenberger zur Seite stehen, der eigentlich die Bundesliga-A-Junioren trainiert.

Ergebnisse sprechen für Manuel Baum

Der FCA hatte sich am 14. Dezember für die Öffentlichkeit überraschend von seinem Trainer Dirk Schuster getrennt und daraufhin Baum, den Cheftrainer des Augsburger Nachwuchses, zum Interimscoach gemacht. Zwei Spiele hatte der 37-Jährige Fußballlehrer zu verantworten. Die Ergebnisse sprachen für den gebürtigen Landshuter. Gegen Mönchengladbach gewann der FCA 1:0, gegen Dortmund erkämpfte man sich ein 1:1. 

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Bild: Andreas Gebert (dpa)

„Wir sind überzeugt, dass Manuel Baum der richtige Trainer ist, um die Philosophie des FC Augsburg im Sinne des Vereins umzusetzen und weiterzuentwickeln“, erklärte Manager Stefan Reuter. „Daher wollen wir langfristig mit Manuel Baum zusammenarbeiten.“ Über die Vertragsdauer machte der Tabellenzwölfte keine Angaben, Baum besitzt in Augsburg aber einen langfristigen Kontrakt. Reuter weiter: „Für das Amt des Cheftrainers benötigt er keine Eingewöhnungszeit, weil er bereits seit zweieinhalb Jahren für den FCA arbeitet und die FCA-Philosophie im Nachwuchs erfolgreich implementiert hat.“ Die beruht auf einem schnellen Umschaltspiel. Eine Taktik, die Markus Weinzierl beim FCA eingeführt hatte, die sein Nachfolger Schuster aber sehr defensiv ausgelegt hatte.

Zu defensiv und destruktiv für die FCA-Führung. Nach nur 166 Tagen korrigierten Reuter und Hofmann ihren Fehler, beurlaubten Schuster und seine Co-Trainer. Nach Informationen unserer Zeitung haben ihnen ihre Anwälte geraten, ihre Handys ausgeschaltet zu lassen und sich nicht zu äußern.

Baum nützte seine Chance. Er schnürte vor der Winterpause ein überzeugendes „Bewerbungspaket“ für Reuter: „Auch in den ersten Tagen als Cheftrainer hat er die Mannschaft in den Spielen gegen Mönchengladbach und Dortmund sehr akribisch und gut vorbereitet."

Spieler loben den neuen Trainer

Nicht nur Reuter hatte er damit überzeugt. Martin Hinteregger sagte nach dem Dortmund-Spiel: „Die Spieler hätten nichts dagegen, wenn er Trainer bleibt.“ Kapitän Paul Verhaegh lobte: „Er macht bisher einen sehr guten Eindruck. Er hat einen klaren Plan, wie er es umsetzen will und es auch rüber bringt.“

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Einen Plan, Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen zeichnete Baum schon immer aus. Mit nur 1,69 Meter Körpergröße schaffte er als Torwart bis in die U19 bei den Münchner Löwen und später beim FC Ismaning in die Bayernliga.

Auch in seiner Trainerkarriere ging der zweifache Familinevater zielstrebig voran, auch wenn der Lehrer und Diplom-Sportwissenschaftler keine lange praktische Erfahrung als alleinverantwortlicher Cheftrainer vorweisen kann. Acht Spiele als Drittliga-Trainer bei der SpVgg Unterhaching, zwei Regionalliga-Spiele als Interimstrainer beim FCA II und zwei Bundesligapartien stehen in seiner Vita. Das wird sich ändern. „Die Arbeit mit der Mannschaft war in den wenigen Tagen vor der Winterpause sehr intensiv, hat mir aber unheimlich viel Spaß gemacht. Daher freue ich mich, diese gemeinsame Arbeit als Cheftrainer fortsetzen zu können.“

Einen Titel hat Baum übrigens schon gewonnen. 2011 wurde der damalige Lehrer mit der Fußball-Schulmannschaft der Walter-Klingenbeck-Realschule in Taufkirchen Deutscher Meister.

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