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Warum wir noch viel, viel mehr Fußball im TV brauchen

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Glosse Von Florian Eisele
03.12.2018

Endlich: In drei Jahren kommt ein dritter Europapokalwettbewerb. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, kann aber nur der Anfang sein.

Jetzt ist es amtlich: Ab der Saison 2021/22 wird es einen zusätzlichen Europapokal-Wettbewerb geben. Neben Champions League und Europa League geht dann der Pokal mit dem schicken Namen Europa League 2 an den Start.

Man ist geneigt zu sagen: endlich. Denn das Exekutivkomitee des europäischen FußballVerbandes Uefa ist durch sanften Druck der Vereinigung der europäischen TopKlubs auf ein dringendes Problem aufmerksam gemacht worden: Es gibt schlichtweg zu wenig Fußballübertragungen im TV-Programm.

Wer clever ist, guckt jetzt schon die US-amerikanische oder südkoreanische Liga

Vor allem unter der Woche rollt manchmal stundenlang kein einziger Ball im TV – nämlich dann, wenn sowohl die US-amerikanische Profi-Liga MLS als auch die südkoreanische K-League gerade Ruhepause haben. Diese sind wegen der Zeitverschiebung schon lange der Rettungsanker für echte Fans. Experten vertrösten sich zwar zudem mit der Übertragung der Qualifikationsrunde zur U18-Europameisterschaft und haben dafür eigens ein fünfjähriges Abonnement des RTL-2-Players abgeschlossen, das auch für ihre Erben bindend ist. Aber das reicht nicht. Diese edlen Gesellen, denen es hoch anzurechnen ist, dass sie längst alle sozialen Kontakte abgebrochen haben um mehr Zeit für TV und Couch zu finden, dürfen nicht mehr länger so alleine gelassen werden.

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Es ist zu begrüßen, dass es künftig 96 statt nur 80 Vereine international spielen werden und die halbe Bundesliga in diversen Europapokalen startet. Es kann aber dennoch nur ein Anfang sein. Denn Luft nach oben gibt es immer noch.

Auch Regionalligateams müssen endlich einen europäischen Startplatz bekommen

Wer es ernst meint mit der Fußball-Rundumversorgung, muss sich auch mit Ligen unterhalb der Bundesliga befassen. Auch die Teams aus Europas zweiten Ligen würden leidenschaftliche Fights liefern. Man stelle sich vor, welches Spektakel der SV Sandhausen gegen den Kapfenberger SV abliefern würde, idealerweise auch noch zur TV-freundlichen Anstoßzeit vormittags um zehn! Auch den Teams der Regionalliga Bayern dürstet es nach internationalen Spielen. Der FC Pipinsried ist bestimmt bereit für rauschende Europapokalvormittage.

Und sollte der Uefa tatsächlich mal ein Teilnehmer fehlen: Auch unsere Betriebsmannschaft stünde dazu bereit, sich für rassige Duelle mit bulgarischen Zeitungshäusern die Kickschuhe zu schnüren.

Wer anders denkt, hat den Fußball niemals geliebt.

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