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Motorsport

08.02.2018

Wenn sich eine Tür schließt, ...

Pascal Wehrlein suchte zwei Jahre lang sein Glück in der Formel 1 – fand es dort aber nicht wirklich. Nun kehrt er in die DTM zurück. Dort hatte er sich 2015 als Meister verabschiedet.
Bild: Marijan Murat, dpa

Pascal Wehrlein ging bei der Vergabe der Cockpits in der Formel 1 leer aus. Da trifft es sich gut, dass sein alter Arbeitgeber in der DTM einen Piloten gesucht hat

Mercedes garniert seine Abschiedstour mit dem jüngsten Titelträger in der DTM-Geschichte. Nach seinem Zwei-Jahres-Intermezzo in der Formel 1 kehrt Pascal Wehrlein ins Deutsche Tourenwagen-Masters zurück. „Ich verbinde mit der DTM fantastische Erinnerungen, nicht zuletzt an meinen Titelgewinn 2015, aber natürlich auch an den starken Zusammenhalt im Team und die vielen schönen Erlebnisse mit den Jungs“, sagte Wehrlein.

Trotz der herzlichen Worte hatte sich Wehrlein das Jahr 2018 anders vorgestellt. So rasant sein Aufstieg über die DTM-Rennserie war, so sehr schien die Karriere des mittlerweile 23-Jährigen danach zu stagnieren. Sein Debüt-Jahr in der Formel 1 bestritt Wehrlein für das britische Manor-Team. Es ging Ende 2016 pleite. Wehrlein kann sich bis heute rühmen, derjenige zu sein, der den Hinterbänklern mit seinem zehnten Rang in Österreich den einzigen Punkt in der kurzen Formel-1-Historie des Teams beschert zu haben. 2017 fuhr Wehrlein, dessen Geschicke als Mercedes-Nachwuchsfahrer immer in den Händen des deutschen Autobauers lagen, für Sauber. Die Verantwortlichen der Silberpfeile hatten sich gegen ihn und für Valtteri Bottas von Williams als Nachfolger für den zurückgetretenen Nico Rosberg nach dessen WM-Triumph 2016 entschieden.

Bei Sauber musste Wehrlein die ersten beiden Rennen 2017 aussetzen. Bei der Spaßveranstaltung Race of Champions hatte er sich bei einem Unfall drei Wirbel gebrochen und noch Glück gehabt, seine Karriere überhaupt fortsetzen zu können. Durch die intensive Zusammenarbeit des Schweizer Sauber-Teams mit Ferrari war für Wehrlein nach der Saison kein Platz mehr. Wehrleins Cockpit für dieses Jahr bekam Ferrari-Nachwuchspilot Charles Leclerc. Nach 39 Grand-Prix-Teilnahmen mit Rang acht beim Spanien-Rennen 2017 als bestes Resultat war die Karriere von Wehrlein in der Motorsport-Königsklasse schon wieder beendet.

Der Wechsel zurück in die DTM hatte sich abgezeichnet, ein Jahr als Testfahrer wollte sich Wehrlein nicht vorstellen. „Die Freude, dass Pascal für unser letztes Jahr in die DTM zurückkehrt, ist im Team natürlich riesig“, sagte Teamchef Ulrich Fritz.

Seit Wehrleins Aufstieg in die Formel 1 habe sich in der DTM natürlich viel getan, meinte er. „Aber wir sind überzeugt, dass er sich mit seiner Erfahrung und seinem Engagement schnell zurechtfinden wird.“ In 38 DTM-Rennen waren Wehrlein drei Siege gelungen. Auftakt der Rennserie, aus der Mercedes nach dieser Saison aussteigen wird, ist am ersten Maiwochenende auf dem Hockenheimring. (dpa)

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