Newsticker

Drosten warnt: Corona-Lage könnte sich auch in Deutschland zuspitzen
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Werder im Hoch, HSV in Not, Fan-Boykott in Berlin

21.10.2009

Werder im Hoch, HSV in Not, Fan-Boykott in Berlin

Werder im Hoch, HSV in Not, Fan-Boykott in Berlin
Bild: DPA

Hamburg (dpa) - Selbstbewusste Bremer, verunsicherte Hamburger und demoralisierte Berliner - die drei deutschen Starter in der Fußball-Europa-League gehen mit unterschiedlichen Vorzeichen in den dritten Spieltag der Gruppenphase.

Mit dem Rückenwind aus elf Pflichtspielen ohne Niederlage reist die Mannschaft von der Weser zu Austria Wien. "Das ist zwar eine positive Stimmung, die man mitnimmt, aber es wird kein Selbstläufer", sagt Werder-Trainer Thomas Schaaf. Der von Verletzungssorgen gebeutelte HSV will bei Celtic Glasgow seine Personalnot vergessen, während Hertha BSC vor einer Geister-Kulisse gegen den SC Heerenveen die sportliche Talfahrt zu stoppen versucht.

"Österreichische Teams sind immer eine Klasse besser, wenn es gegen Deutsche geht", sagte Werder-Manager Klaus Allofs vor dem Duell in dem mit 12 500 Zuschauern ausverkauften Franz-Horr-Stadion. Bei sechs Zählern auf dem Punktekonto kann Bremen als Spitzenreiter der Gruppe L mit einem Erfolg in der österreichischen Hauptstadt einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen. "Wir wollen drei Punkte holen", betont Schaaf.

Zum ersten Triumph auf österreichischem Terrain in der Werder- Historie soll auch Mittelfeldstratege Tim Borowski verhelfen, der nach dreiwöchiger Verletzungspause seinem Comeback entgegenfiebert. "Mal sehen, ob es schon für die erste Elf reicht", sagte Schaaf. Fehlen werden der gelb-gesperrte Peter Niemeyer sowie Daniel Jensen, Hugo Almeida und Sebastian Prödl.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dramatischer mutet die Personalmisere beim Hamburger SV an. "Wir werden nicht ständig lamentieren", sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia, der in Glasgow einen "heißen Kampf" erwartet. Wegen ständig neuer Hiobsbotschaften muss er seine Mannschaft regelmäßig umkrempeln. Im Spiel gegen die Schotten mit dem Ex-Stuttgarter Andreas Hinkel muss der Coach des Bundesliga-Zweiten die Top-Stürmer Paolo Guerrero (Kreuzbandriss) und Mladen Petric (Sehnenriss im Sprunggelenk) ersetzen. Schon länger fehlen Alex Silva, Collin Benjamin (beide Kreuzbandriss) und Bastian Reinhardt (Fußbruch). "Pechvogel" Romeo Castelen muss in den nächsten Tagen erneut am Knie operiert werden.

"Diese Woche wird sich zeigen, wohin es für uns geht", sagte HSV- Abwehrchef Joris Mathijsen. Die Marschroute für das Duell im "Paradise" von Glasgow ist klar: Mit einem Erfolg könnte der HSV deutlich Kurs Richtung Zwischenrunde nehmen. Derzeit liegen die Hamburger punktgleich mit Tel Aviv (beide 3 Zähler) hinter Rapid Wien (4) auf Rang zwei vor Celtic (1).

Unterdessen ist Berlins neuer Übungsleiter Friedhelm Funkel bemüht, das Liga-Schlusslicht wieder flottzumachen. Nach den desaströsen Resultaten dieser Spielzeit verschaffen die Anhänger ihrem Unmut durch Boykott Luft: Nur 8000 der 74 244 verfügbaren Tickets hatte der Hauptstadt-Club einen Tag vor der Partie gegen Heerenveen abgesetzt. "Wir sind nach acht Liga-Niederlagen nacheinander auch unzufrieden", sagte Verteidiger Steve von Bergen.

Manager Michael Preetz spricht inzwischen unverhohlen davon, dass es um die Existenz des Clubs geht. Funkel übt sich in Zweckoptimismus: "Noch gibt es die Möglichkeit, eine Runde weiterzukommen." Das Comeback von Stammkeeper Jaroslav Drobny wird es noch nicht geben. Der Tscheche ist zwar wieder im Training, "die Tendenz geht aber zu Sascha Burchert", verriet Funkel.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren