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19.10.2017

Wie Heynckes die Bayern-Stars erzieht

Trainerlegende Jupp Heynckes hat mit seinen Stars vom FC Bayern München noch viel Erziehungsarbeit zu leisten
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Trainerlegende Jupp Heynckes hat mit seinen Stars vom FC Bayern München noch viel Erziehungsarbeit zu leisten
Bild: Angelika Warmuth, dpa

Unpünktlichkeit, Dauertelefonieren und Unordnung in der Kabine: Jupp Heynckes macht Schluss mit den Untugenden seiner Bayern-Spieler und startet diverse Erziehungsmaßnahmen.

Hach, diese Kinder. Sie zu erziehen hört nie auf. Nicht im Kindergartenalter, nicht in der Pubertät und schon gar nicht, wenn sie den elterlichen Haushalt verlassen haben. Diese Erfahrung macht gerade Jupp Heynckes.

Dem Alter seiner Spieler nach hat er es durchweg mit Erwachsenen zu tun. Doch seit sie ihre Füße nicht mehr unter Vaters Tisch stellen, haben die Manieren offenbar gelitten.

Heynckes jedenfalls sah sich genötigt, den Profis einige wichtige Verhaltensregeln eindrücklich nahezulegen. Die Sportbild berichtet von Nachlässigkeiten bei der Pflege der Kabine. Außerdem nahmen es die Herrschaften mit der Pünktlichkeit nicht so genau und das Handy schien in der Hand festgewachsen.

Permanentes Telefonieren, Zu-spät-Kommen, Müll nicht wegräumen – vor Heynckes war der Italiener Carlo Ancelotti leitender Erziehungsbeauftragter der Münchner.

Auch zwischenmenschlich hapert es scheinbar bei den Bayern-Profis

Nun, da die Basisordnung wiederhergestellt ist, beginnt Heynckes’ wirkliche Erziehungsarbeit. Im zwischenmenschlichen Bereich besteht Nachholbedarf. Der Trainer erinnerte daran, auch Putzfrauen und Platzwarte zu grüßen. Selbstverständlichkeiten. Wie auch das Verhalten älteren Menschen gegenüber. Joshua Kimmich, der kleine Streber, wurde unlängst beobachtet, wie er Heynckes über die Straße helfen wollte.

Arjen Robben führt regelmäßig dessen Schäferhund Cando Gassi, regt sich aber immer ziemlich auf, wenn der ihm das apportierte Stöckchen nicht direkt vor den linken Fuß legt.

Thomas Müller hat sich bereit erklärt, den Wochenendeinkauf für Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß zu erledigen. Auf eine Einkaufsliste verzichten die beiden Bosse. Das Notwendigste (Bratwurst, Rolex, Aktien) wird er sich schon merken können.

Wer spielte Bayern Münchens Abwehr-Chef Jérôme Boateng wohl diesen Haarstreich?
Bild: Andreas Gebert, dpa

Dass aber auch noch viel Arbeit vor dem Trainer liegt, zeigen die zahllosen Streiche seiner Spieler. Niklas Süle konnte er immerhin abgewöhnen, den kleinen Kimmich permanent in den Mülleimer zu stecken. Wer aber auf die Idee kam, Boateng dieses lächerliche Haarfärbemittel ins Shampoo zu füllen, weiß er nicht.

Hach, diese Kinder. AZ

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