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Eishockey

19.11.2020

Wie Lukas Podolski tote Fische wieder zum Leben erweckte

Lukas Podolski ist Fan - und neuerdings auch Spieler - der Kölner Haie.
Bild: Bernd Thissen, dpa

Der Fußballstar fungierte als Werbefigur für die Kölner Haie - und will nun als Spieler für den DEL-Klub fungieren.

Wenn die Haie aus Köln kamen, hatte der Discjockey in Augsburg schon das altbewährte Liedgut herausgekramt. Das mit dem toten Fisch, der im Wasser liegt. Wo denn auch sonst. Obwohl der schon keinen Zucker mehr macht, kriegt er keine Ruhe: "Schaug hi, da liegt a toter Fisch im Wasser, den mach ma hi. Mare, Mare, den Fisch, den mach ma hi". Nein, die Sinnfrage muss nicht gestellt werden. Songtexte sind manchmal auch gegrölte Kunst.

Tatsächlich schienen die Haie in den vergangenen Wochen mausetot. Der Klub aus der Deutschen Eishockey-Liga mit der größten Halle schien sich eine DEL-Teilnahme nicht leisten zu können. Nach der Absage der Karnevals-saison sollten die Jecken nun auch noch auf ihr geliebtes Eishockey verzichten.

Lukas Podolski ist der Supermann der Rhein-Metropole

Fehlt nur noch der Verkauf des Kölner Doms, um die klamme Stadtkasse zu füllen, und die Kölner hätten sich wie die Lemminge tausendfach in den Rhein gestürzt. Nur mit fässerweise Kölsch ist das Leben nicht zu ertragen.

Will die Schlittschuhe anziehen: Ex-Fußball-Weltmeister Lukas Podolski (l).
Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Doch die Rheinländer haben einen Supermann, um den sie die ganze Nation beneidet. Ein "Heinzemännche", wie der Kölner singen würde. Lukas Podolski, Fußballprofi und im Hauptberuf Karnevalsprinz. Zusammen mit Sebastian Schweinsteiger bespaßten Poldi und Schweini einst als Gute-Laune-Duo die Fußball-Nation.

Nun haucht der kölsche Prinz den tot geglaubten Fischen mit einem Marketing-Gag neues Leben ein. Der 35 Jahre alte Profi vom türkischen Klub Antalyaspor bot den Fans eine Wette an. Er werde Haie-Spieler, wenn mehr als 100.00 symbolische Eintrittskarten zum Stückpreis von zehn Euro verkauft werden. Logisch, dass die Marke geknackt wurde. Wenn Prinz Poldi aus dem Kölner Dreigestirn befiehlt, folgen seine Untertanen.

Ab dem 17. Dezember startet die DEL-Saison

Eine Million Euro sind ein wichtiger Baustein für die Kölner Eishockey-Macher, die wie die übrigen 13 DEL-Klubs am Donnerstag beschlossen, wieder die Schlittschuhe zu schnüren. Ab dem 17. Dezember geht es wieder tierisch zu auf dem Eis. Panther, Pinguine, Schwäne, Tiger, Bullen, Adler, Eisbären, Grizzlys, Hähne und wieder lebendige Haie gehen auf Beutejagd. Und ein Stück Normalität kehrt zurück, wenn die Fans den toten Fisch wieder hie machen.

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