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Pläne

31.07.2018

Wie aus Augsburg Bayerns Tennis-Mekka werden soll

Hans Jörg Rußwurm

Hans Jörg Rußwurm, der Vorsitzende des TC Meitingen, hat ehrgeizige Pläne. Am Donnerstag kommen 100 Athleten zu seinem Klub

Hans Jörg Rußwurm hat große Pläne. Wenn der Vorsitzende des TC Meitingen über die Zukunft der Tennis-Turniere im Großraum Augsburg spricht, dann ist er kaum zu bremsen: „Wir wollen im nächsten Jahr eine Schwaben-Challenge einführen“, sagt der 52-Jährige. Er will die offenen Augsburger Stadtmeisterschaften des TC Augsburg, die Augsburg Open des TC Schwaben, ein Winterturnier der Tennisschule Willi, das dann, so die Pläne, der TC Schießgraben ausrichten wird, und seine offenen Meitinger Pokalmeisterschaften um den ruwu-Cup unter einem Dach zusammenfassen. Ziel: eine bessere Vermarktung. „Wir wollen den Augsburger Raum zu dem Turnierstandort in Bayern machen“, sagt Rußwurm ganz unbescheiden. Gespräche mit möglichen Kandidaten, die als Hauptsponsoren die Turnierserie mit 10000 Euro unterstützen sollen, hat Rußwurm schon geführt. Die zusätzlichen Werbeeinnahmen würden gleichmäßig aufgeteilt.

Beim TC Augsburg, dem TC Schwaben und dem TC Schießgraben rennt Rußwurm mit seinem Vorschlag offene Türen ein. „Es wäre eine tolle Sache, wenn das klappen würde“, sagt zum Beispiel Schwaben-Chef Anton Huber.

Rußwurm, der die kleine gleichnamige Schlosserei aus dem Meitinger Ortsteil Ostendorf (Kreis Augsburg) in der dritten Generation zur weltweit tätigen Rußwurm (ruwu) Ventilatoren GmbH mit rund drei Millionen Euro Jahresumsatz ausgebaut hat, ist ein Tennisverrückter. Seit 2006 leitet er den TC Meitingen. Seine Frau Angela Reicherzer-Rußwurm ist kaufmännischer Vorstand, er spielt bei den Männern 40 und 50. Auch seine drei Söhne sind im Verein aktiv. Darüber hinaus ist Rußwurm ausgebildeter Schiedsrichter und somit als Oberschiedsrichter auf vielen Tennisplätzen unterwegs. Rußwurm ist sich sicher: „Diese Turnierserie funktioniert.“

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So wie sein Turnier beim TC Meitingen. Zum dritten Mal veranstaltet er vom 2. bis zum 5. August die „Offenen Meitinger Pokalmeisterschaften um den ruwu-Cup“. Das Preisgeld hat er gegenüber dem Vorjahr von 10000 Euro auf 12500 Euro erhöht. Über 100 Spielerinnen und Spieler aus ganz Deutschland machen das Turnier zum viertgrößten in Bayern und zum größten in Schwaben.

Bei den Männern werden 7500 Euro ausgespielt, bei den Frauen 5000 Euro. Damit ist er bei den Männern in die Kategorie A-2 aufgestiegen. „So können die Spieler deutlich mehr Ranglistenpunkte bei uns gewinnen“, sagt Rußwurm. Noch läuft die Anmeldung und Rußwurm kann jetzt noch keine Namen der Teilnehmer nennen. „Die Spieler warten oft bis zum Schluss mit ihrer Meldung, aber ich bin mir sicher, wir haben ein hochklassiges Feld.“

Seit es in Oberstaufen und in Friedberg keine internationalen Turniere mehr gibt, ist Meitingen das Premium-Turnier in Schwaben geworden. Während der Turniertage herrscht Ausnahmezustand in Meitingen. „Unsere Mitglieder stehen hinter diesem Turnier“, sagt Rußwurm. Und auch die Zuschauer kommen.

Für ihn ist es Werbung in eigener Sache. Zur Zeit hat sich der Mitgliederstand des TC Meitingen bei rund 200 eingependelt. Rußwurm will ihn langfristig verdoppeln. Platz wäre auf den zehn Sandplätzen in der Marktgemeinde im Norden von Augsburg noch. Ein wichtiger Baustein fehlt aber: eine Tennishalle. „Mein Ziel ist es, Tennis das ganze Jahr über anbieten zu können. Dann könnte ich auch eine Tennisschule nach Meitingen holen.“ Pläne für eine Drei-Feld-Halle, ein neues Klubheim und einen Kabinentrakt gibt es schon. Rund zwei Millionen Euro soll das Bauvorhaben kosten. Die Finanzierung sei nicht das Problem, versichert Rußwurm.

Doch noch fehlt ihm das passende Grundstück. Die Verhandlungen mit dem Nachbarn laufen zäh. Es ist Max Aicher, der Eigentümer der Lech-Stahlwerke. Rußwurm: „Ich rufe ihn regelmäßig an, aber noch sind wir nicht zusammengekommen.“ Eigentlich wollte Rußwurm 2019 mit dem Bauprojekt starten, aber auch beim ihm ist der Weg lang und beschwerlich. Genauso wie beim TC Augsburg und beim TC Schießgraben, die bei ihren Hallenprojekten ebenfalls noch viele Stolpersteine aus dem Weg räumen müssen. Doch Hans Jörg Rußwurm will sich davon nicht entmutigen lassen. Er sagt: „Die Halle wird kommen.“

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