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FC Bayern

27.08.2018

Wie im Wilden Westen

Die Bayern müssen rund drei Monate auf Kingsley Coman verzichten.
Bild: Witters

Der erste Spieltag zeigt eine Schwäche der Kaderplanung. Rummenigge sucht die Schuld allerdings an anderer Stelle

Kingsley Coman wusste schnell, dass er längere Zeit nicht mehr mit seinen Kollegen auf dem Platz stehen wird. Unmittelbar nach dem Foul von Nico Schulz zeigte er an, dass er ausgewechselt werden muss. Ein paar resignierte Schläge mit den Fäusten auf den Boden, anschließend ab in die Kabine, und als das Spiel gegen Hoffenheim noch lief, wurde er auch schon in der Praxis von Hans-Wilhelm Müller- Wohlfahrt untersucht. Diagnose: Syndesmose gerissen. Die gleiche Verletzung, die ihn im Frühjahr eine dreimonatige Pause einbrachte und die WM–Teilnahme kostete.

Den FC Bayern beschäftigt der Ausfall des Flügelstürmers mehr als die mühsam erkämpften drei Punkte gegen Hoffenheim. Schon die erste Partie weist auf eine Unwucht im Kader hin. Zwar verfügen die Münchner mit Coman, Franck Ribéry, Arjen Robben und Serge Gnabry über vier Spieler für die offensive Außenbahn. Die Krankenakten der vier lassen es aber als unwahrscheinlich erscheinen, dass es oft zu einem wirklichen Konkurrenzkampf kommt. Mindestens einer dürfte immer ausfallen.

Karl-Heinz Rummenigge mag für diese Situation aber nicht die anfälligen Bänder und Sehnen seiner Spieler verantwortlich machen. Schuld sei der rücksichtslose Auftritt der Hoffenheimer gewesen. „Das war Fußball in Wild-West-Manier“, ließ er sich auf der vereinseigenen Homepage zitieren. Tatsächlich ließ der Gegner einige Münchner ruppig zu Boden gehen, Methode darin erkennen zu wollen, steht den Münchnern nicht gut.

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Sie müssen nun überlegen, wie sie auf den Ausfall Comans reagieren. Kommt noch ein neuer Spieler? Vertrauen sie darauf, dass sich zu jedem Zeitpunkt mindestens zwei Flügelflitzer in Hochform befinden? Eine andere Entscheidung immerhin ist gefallen. Sebastian Rudy schließt sich nach nur einem Jahr in München dem FC Schalke 04 an. Anders als an den Rändern des Spielfelds haben die Münchner im Zentrum nämlich ein Überangebot.

Tore 1:0 Müller (23.), 1:1 Szalai (57.), 2:1 Lewandowski (82./Foulelfmeter), 3:1 Robben (90.+1) Zuschauer 75000

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