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Der neue Panther-Goalie Tobias Ancicka im Interview

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Panther-Torhüter Tobias Ancicka: „Ich weiß, was ich draufhabe“

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    Bisher Gegner, künftige Mannschaftskollegen: Tobias Ancicka (links, noch im Trikot der Kölner Haie) und Peyton Jones von den Augsburger Panthern.
    Bisher Gegner, künftige Mannschaftskollegen: Tobias Ancicka (links, noch im Trikot der Kölner Haie) und Peyton Jones von den Augsburger Panthern. Foto: Adrian Goldberg

    Seit dem 1. Mai sind Sie ein Augsburger Panther. Haben Sie sich schon eingelebt in Augsburg?

    TOBIAS ANCICKA: Eingelebt noch nicht, aber ich bin schon vor zwei Wochen direkt aus Köln nach Augsburg umgezogen. Ich werde auch den ganzen Sommer hier sein und mit den anderen Jungs die Vorbereitung machen. Natürlich bin ich dann auch noch kurz im Urlaub mit meiner Familie, ansonsten aber hier.

    Wie sind aufgenommen worden?

    ANCICKA: Sehr gut. Ich kenne ja viele von den Jungs aus der Nationalmannschaft und habe auch sonst schon mit ein paar zusammengespielt. Deshalb war es leicht, hier anzukommen. Die haben mich direkt aufgenommen, von Anfang an war das eine gute Atmosphäre. Darüber bin ich sehr glücklich.

    Haben Sie sich schon mit Ihrem neuen Torwarttrainer Dennis Endras ausgetauscht?

    ANCICKA: Ja, wir hatten telefoniert und uns auch persönlich getroffen, hier in Augsburg. Ich werde jetzt aber erst einmal das ganz normale Athletik-Training mit den anderen Jungs machen. Die spezifische Arbeit fängt dann im August an, wenn es aufs Eis geht. Dann kommt der Großteil der Arbeit.

    Haben Sie Endras vorher schon gekannt?

    ANCICKA: Klar. Dennis ist ein großer Name im Eishockey. Ich habe auch ein paar Mal gegen ihn gespielt, als ich noch in Berlin war. Er war ja viele Jahre die deutsche Nummer 1. Ich bin quasi mit ihm aufgewachsen, weil er bei jeder WM im Tor war, die ich als kleiner Junge angeschaut habe. Da habe ich natürlich immer besonders darauf geschaut, wer da im Tor steht, deswegen hat er schon auch meine Kindheit mitgeprägt.

    Ist er vielleicht sogar ein Argument für Augsburg gewesen?

    ANCICKA: Auf jeden Fall. Ich schaue natürlich immer, wer Torwarttrainer ist. Diese Position wird, glaube ich, oft unterschätzt im Eishockey. Für mich ist das extrem wichtig und war auf jeden Fall ein Argument, das für Augsburg gesprochen hat.

    Es stand zu lesen, dass sich Augsburg sehr um Sie bemüht hat. Wie darf man sich das vorstellen? Ruft Larry Mitchell jeden zweiten Tag an?

    ANCICKA: In der Tat hat Larry schon früh angerufen und gefragt, was ich vorhabe. Er hat gesagt, dass sie mich unbedingt wollen und ich die erste Option für einen Torwarttransfer wäre. Das haben nicht viele Teams gemacht, und ich war extrem happy, dass sich Augsburg so bemüht hat. Das spricht auch für ein gewisses Vertrauen, das sie in mich haben.

    Die vergangenen beiden Jahre in Köln waren schwierig, Sie bekamen relativ wenig Einsatzzeit. Was hat diese Zeit mit Ihnen gemacht?

    ANCICKA: Es ist sicher nicht so, dass ich mental nicht in der Lage wäre, zu spielen. Das bin ich. Klar, mir fehlt Spielpraxis. Aber ich bin nicht neu in der Liga, ich bin schon einige Jahre in der DEL. Ich weiß, wie es läuft. Ich weiß, was ich draufhabe, wie ich spielen kann. Jetzt geht es einfach darum, wieder in diesen Rhythmus zu kommen.

    Ist Köln schon abgehakt für Sie?

    ANCICKA: Ja, eigentlich schon. Das war ein Arbeitgeber, und jetzt bin ich bei meinem neuen Klub. Da musst du in dem Job auch schnell einen Haken dran machen. Worüber soll ich traurig sein?

    Was haben Sie sich in Augsburg vorgenommen?

    ANCICKA: In erster Linie will ich einfach hart arbeiten und alles für mein Team geben.

    Sie bilden mit Peyton Jones ein Torwartduo. Hatten Sie schon Kontakt?

    ANCICKA: Ja, er hat mich über Instagram angeschrieben und gesagt, dass er sich auf die Zusammenarbeit freut und wir das rocken werden. Das fand ich super und zeigt auch, was er für ein cooler Typ ist.

    Es ist ja nicht ganz unerheblich, dass ein Torwartduo gut zusammenfindet …

    ANCICKA: Klar, wenn du da zwei Sturköpfe hast, dann wird es schwierig. Aber aus meiner Erfahrung hatte ich bis jetzt immer gute Verhältnisse mit meinen Teammates. Wir sind alle alt genug und wissen, dass es keinem von uns beiden hilft, wenn wir uns da gegenseitig den Schliff kaputt machen oder was weiß ich. Ich glaube eher, dass beide profitieren, wenn die Torhüter gut zusammenarbeiten und mit dem Torwarttrainer ein gutes Team im Team bilden. Denn eigentlich ist das ja eine ganz andere Sportart, was wir da machen. Spieler und Torwart - unterschiedlicher geht es kaum.

    Trotzdem gehen Sie ja vermutlich mit dem Anspruch rein, die Nummer eins zu werden?

    ANCICKA: Natürlich hat man immer den Anspruch zu spielen. Man will möglichst viele Spiele spielen. Das ist das Ziel und dafür werde ich hart arbeiten, mein Bestes geben und am Ende trifft dann der Trainer die Entscheidung. 


    Was ist mit den Panthern in der kommenden Saison möglich?

    ANCICKA: Der Klub kommt aus einer sehr schwierigen Phase, konnte viele Jahre nicht vernünftig planen. Aber der Trend geht auf jeden Fall nach oben. Klar müssen wir schauen, was die Truppe dann am Ende auf dem Eis zeigt, aber wir haben einen guten Kern an jungen deutschen Spielern. Das verspricht viel für die Zukunft.

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