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Augsburger Panther
04.05.2022

Top-Torjäger Payerl bleibt ein Panther

24 Mal durfte Adam Payerl in der abgelaufenen Saison jubeln. Der Außenstürmer spielt auch in der kommenden Saison für die Panther.
Foto: Siegfried Kerpf

Der Kanadier mit österreichischen Wurzeln verlängert seinen Vertrag um ein Jahr. Ein anderer Profi bedauert mit gefühlvollen Worten, dass er nicht ein weiteres Jahr für den AEV spielen kann.

Nach dem Saisonende beteuerte Adam Payerl in Gesprächen immer wieder: "Ich würde gerne bleiben." Zwischenzeitlich kamen Gerüchte auf, dass sich die zahlungskräftige Konkurrenz um den Kanadier bemüht, doch nun gaben die Augsburger Panther bekannt: Der Vertrag mit dem 31-Jährigen aus Kitchener in der Provinz Ontario wird um ein Jahr verlängert.

Aus einer größtenteils enttäuschenden Mannschaft der vergangenen Saison ragte der Außenstürmer nicht nur wegen seiner Trefferausbeute heraus. Der 1,91 Meter große Profi verfügt über einen harten wie auch präzisen Handgelenkschuss, ist körperlich robust (und selten verletzt). Wenn es in den Play-offs hart auf hart kommt, kann Payerl auch mal die Fäuste sprechen lassen.

Unter Trainer Tuomie wirkte Payerl wie gehemmt

24 Tore und insgesamt 40 Scorerpunkte in der abgelaufenen Saison sind der Bestwert des Angreifers in vier Spielzeiten für das Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey-Liga. Obwohl Payerl außen stürmt, beorderten ihn die Trainer auch immer wieder zum Bullypunkt, weil er mit 59 Prozent gewonnener Anspiele auch in diesem Bereich Spitze ist.

Unter Trainer Tray Tuomie wirkte Payerl noch ein wenig gehemmt. Als zunächst Mark Pederson und später Serge Pelletier an der Bande die Kommandos gaben, fand der Stürmer wieder zu alter Stärke zurück. "Es klingt wie eine Floskel, aber ich fühle mich in Augsburg rundum wohl und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir in der kommenden Saison erfolgreicher sind und in die Play-offs einziehen", sagte der Stürmer, der in 198 Ligaspielen für den AEV 63 Tore und 61 Vorlagen verbuchte.

AEV-Trainer Russell setzt auf Teamgeist

Der neue Coach Peter Russell, der offenbar wie seine Vorgänger für die Kaderzusammenstellung verantwortlich ist, schätzt der Personalie so ein: "Adam Payerl verfügt über große Qualitäten in allen Bereichen seines Spiels. Nach einer für ihn schweren Geister-Saison 2020/21 hat er das Vertrauen des Klubs in der abgelaufenen Saison mit sehr guten Leistungen zurückgezahlt." Von den Qualitäten als Mannschaftsspieler ist der Schotte überzeugt und legt großen Wert darauf: "Gerade auf die Teamfähigkeit wollen wir bei der Zusammenstellung des neuen Kaders großen Wert legen. Nur gemeinsam werden wir erfolgreich sein", sagte Russell, der in London die britische Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft in Finnland vorbereitet.

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Ein Kumpel von Payerl kehrt nicht nach Augsburg zurück. Der Vertrag von Scott Valentine wurde nicht verlängert. In den sozialen Netzwerken bedauert der Verteidiger die Entscheidung und blickt ohne Bitterkeit zurück, obwohl "die Mannschaft, die ich so sehr geliebt habe, mir gesagt hat, dass ich nicht mehr zurückkehren werde"", schrieb der Kanadier auf Instagram. "Ich habe wirklich gehofft und gedacht, dass ich viele weitere Jahre in Augsburg spielen werde und das letzte Spiel meiner Karriere im Panther-Trikot absolvieren werde. Aber Eishockey ist ein Geschäft und kein Märchen."

Die Nachricht, dass sein Vertrag nicht verlängert werde, sei zunächst ein Schock für ihn gewesen, schreibt der 31-Jährige weiter, der sechs Jahre im Schleifgraben spielte. Inzwischen empfinde er jedoch Dankbarkeit. Die Zeit in Augsburg habe Scott Valentine und seine Familie geprägt. "Es ist traurig, dass ich nicht mehr das gleiche Trikot tragen werde. Aber die Erinnerung in diesem Trikot daran, das Curt-Frenzel-Stadion explodieren zu hören nach einem Overtime-Sieg gegen München, das wird immer bleiben. Deshalb noch einmal: DANKE."

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