Basketball: Trump sieht Spurs-Sieg in New York: NBA-Finals wieder offen
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Trump sieht Spurs-Sieg in New York: NBA-Finals wieder offen
Sogar US-Präsident Trump will beim ersten NBA-Final-Spiel in New York seit 27 Jahren dabei sein. Die Stimmung ist bestens, bis zur letzten Sekunde bleibt es spannend - doch am Ende jubeln die Gäste.
Von Von Maximilian Haupt, dpa|
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Die Finals-Serie der Knicks gegen die Spurs bot auch im dritten Duell beste Unterhaltung.Foto: Yuki Iwamura/AP/dpa
Angeführt von Victor Wembanyama haben die San Antonio Spurs dem großen Druck in den NBA-Finals standgehalten und in New York den ersten Sieg gegen die Knicks geholt. Durch das 115:111 im Madison Square Garden verkürzte das Team um den französischen Star in der Final-Serie nach Siegen auf 1:2. Die Spurs verhinderten damit eine mögliche Meisterschafts-Entscheidung schon im kommenden Spiel in New York. Donald Trump, der nach Angaben der Liga als erster amtierender US-Präsident ein Spiel der NBA-Finals besuchte, sah eine Partie mit großer Dramatik, die bis zur Schlusssekunde spannend blieb.
Die Spurs gaben zwischenzeitlich einen Zwölf-Punkte-Vorsprung aus der Hand, die Knicks führten ihrerseits mit sieben Zählern. Am Ende aber setzten sich die Gäste durch. Wembanyama kam auf starke 32 Punkte, 8 Rebounds und 6 Vorlagen.
„Wir hatten mehr Kontrolle. Wir haben weniger Fehler gemacht, weniger Ballverluste gehabt“, sagte Wembanyama im US-Fernsehen. „Wir haben besser kommuniziert in der Abwehr und waren früher dran.“
Durch den Sieg beendeten die Spurs die Serie der Knicks, die zuvor 13 Playoff-Spiele nacheinander gewonnen hatten. „Wir sind immer selbstbewusst. Unser Job ist noch längst nicht erledigt, das Härteste kommt erst noch“, sagte Wembanyama. Und auch sein Coach Mitch Johnson befand: „Wir waren besser als in den beiden ersten Spielen.“
Die NBA-Geschichte spricht dennoch gegen die Spurs: Noch nie hat ein Team nach zwei Heimniederlagen zum Auftakt der Finals noch den Titel geholt. Zumindest verhinderten die Texaner aber einen 0:3-Rückstand - ein solcher wurde in keiner Playoff-Runde jemals von einem NBA-Team noch gedreht.
Geballte Prominenz im Madison Square Garden
Wie viel den beiden Mannschaften die Neuauflage der Finals 1999 bedeutet, als die Spurs den ersten Titel ihrer Geschichte holten, war auch im dritten Duell der Serie zu sehen - vor allem in den Anfangsminuten. Vor Trumps Augen und weiterer New Yorker Prominenz wie Filmregisseur Spike Lee, Musiker Jay-Z sowie den Schauspielern Timothée Chalamet und Ben Stiller wirkten die Profis nervös.
Die Fans im Madison Square Garden waren noch lauter als sonst, die Atmosphäre war elektrisierend - und womöglich einschüchternd. Den ersten Korb gab es erst nach drei Fehlwürfen und einem Ballverlust: Wembanyama traf schließlich zur Führung für die Spurs.
Im Schnitt mehr als 7.500 US-Dollar hatten Fans nach Angaben von ESPN auf den Tisch gelegt, um beim ersten Final-Spiel in New York seit jener verlorenen Serie vor 27 Jahren dabei zu sein. Zwei Tickets für Plätze direkt am Spielfeldrand wurden sogar für insgesamt eine Million US-Dollar (rund 866.000 Euro) versteigert. Die Knicks hoffen auf den ersten Titel seit 1973.
Trump bekommt laute Buh-Rufe im Madison Square Garden
Vier Stunden vor Spielbeginn - und damit viel früher als üblich bei NBA-Spielen - standen die ersten Fans bereits in der Schlange. Wegen Trumps Besuch in der Loge von Knicks-Besitzer James Dolan waren die Sicherheitskontrollen besonders streng, Taschen waren gänzlich verboten und ein Public-Viewing-Event direkt vor der Arena gab es diesmal auch nicht. Womöglich wurde der in der liberalen Ostküstenmetropole ohnehin nicht sonderlich beliebte US-Präsident auch deshalb kräftig ausgebuht, als er während der Nationalhymne erstmals auf den großen Bildschirmen zu sehen war.
Trump kam als Immobilienunternehmer in New York zu Reichtum und saß vor Beginn seiner politischen Laufbahn regelmäßig bei Knicks-Spielen im Publikum - oft direkt am Spielfeldrand. „Er ist ein echter Knicks-Fan“, sagte NBA-Boss Adam Silver vor Beginn des Spiels.
Spike Lee (links) und Dave Chapelle waren unter den zahlreichen Promis im Publikum.Foto: Yuki Iwamura/AP/dpa
Schon Stunden vor dem Spiel gab es lange Schlangen vor dem Madison Square Garden.Foto: Yuki Iwamura/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump folgte einer Einladung des Besitzers der New York Knicks.Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
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