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Bundesliga-Derby
06.11.2015

Ulmer freuen sich auf Rocky Trice

Der frühere Ulmer Rocky Trice (Nummer zehn) hat bisher in Ludwigsburg sehr gute Auftritte gehabt. Nun kommt er heute mit seinem Team an die Donau. Die Mannschaft von Trainer Leibenath will die „Riesen“ stoppen.
Foto: Imago/Pressefoto Baumann

Wenn das Team von Thorsten Leibenath am Samstagabend Ludwigsburg empfängt, gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Der Gegner hat die Vorteile auf seiner Seite.

Von Stefan Kümmritz

Die Basketballer von Ratiopharm Ulm bräuchten in der Bundesliga eigentlich dringend ein Erfolgserlebnis. Fünf Niederlagen stehen im Oberhaus erst zwei Siege gegenüber. Damit liegt das Team von Trainer Thorsten Leibenath auf Rang 15, einer für die Ulmer völlig ungewohnten Position. Jetzt täte ihnen ein Aufbaugegner gut, aber ihr Kontrahent am Samstag, die MHP Riesen Ludwigsburg, taugen kaum als ein solcher (Spielbeginn 18.30 Uhr). Die Barockstädter spielen bisher eine großartige Runde, liegen mit 10:2 Punkten auf Rang vier und sind auswärts noch unbesiegt. Letzterem ein Ende zu machen ist die Aufgabe des Ulmer Teams. Bei einer weiteren Niederlage würde es bei den Fans, die zum Teil schon ob der Negativerlebnisse gemurrt haben, weiteren Kredit verspielen. Aber die Ludwigsburger sind ein sehr starkes Team, das im Ländle momentan klar die Nummer eins ist.

Zu den Topspielern bei den heutigen Gästen zählt einer, der auch eine Ulmer Vergangenheit hat: Rocky Trice. Der inzwischen 31-Jährige war von 2009 bis 2012 hier unter Vertrag und wechselte dann für drei Jahre nach Polen. Jetzt ist er nach Deutschland zurückgekehrt und hat sich den Ludwigsburgern angeschlossen. „Bei aller Rivalität freue ich mich auf Rocky Trice“, sagt Thorsten Leibenath. „Er spielt eine ganz tolle Saison. Er hat früher schon die Bundesliga bereichert und das tut er jetzt wieder. Schön, dass es bei ihm so gut läuft.“

Die Ludwigsburger haben gegenüber den Ulmern rein statistisch vorwiegend Vorteile. Besonders auffällig ist, dass sie im Schnitt pro Spiel mehr Punkte machen (82,3:80,0) und deutlich weniger erhalten (75,6:84,7). Dazu kommt, dass das Team von Trainer John Patrick erheblich mehr Rebounds holt. Schnappen sich die Ulmer im Schnitt 33,7 Abpraller pro Spiel, so holen die Ludwigsburger 40,2. Mit verantwortlich dafür ist Center Jan Brockman, über den Leibenath sagt: „Er räumt unter den Körben auf, als würde es kein morgen geben.“

Der Ulmer Trainer sagt ferner in Hinblick auf die Partie heute Abend in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena: „Wir können auch eine Spitzenmannschaft schlagen.“ Er weiß, dass es seine Mannschaft „bedrückt“, dass es zuletzt einige Niederlagen gab. Deswegen wird sie heiß sein. Bloß ist noch nicht raus, wer von den angeschlagenen Spielern auflaufen kann. „Das wird sich erst vor dem Spiel herausstellen“, sagt Leibenath. Wenn nicht alle Leistungsträger an Bord sind, droht Ulm die sechste Niederlage.

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