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Bundesliga
14.10.2018

Dieser Mann nervt schon wieder

Fast 36 Jahre alt und die Kraft reicht immer noch für zwei Verlängerungen: Der Oldenburger Kapitän Rickey Paulding (rechts gegen Javonte Green) war einmal mehr in einem Spiel gegen Ulm der entscheidende Mann.
Foto: Imago/Andreas Burmann

Einmal mehr entscheidet Rickey Paulding für Oldenburg ein Spiel gegen die Ulmer. Warum denen im hohen Norden zwangsläufig die Kraft aus ging

Es kommt im Basketball ziemlich selten vor, dass ein Spiel erst in der zweiten Verlängerung entschieden wird. Ratiopharm Ulm musste einen derartigen Marathon nun gleich zweimal innerhalb von gut 72 Stunden absolvieren. Am Mittwoch im Eurocup ging das mit einem 103:92 gegen Galatasaray Istanbul gut, am Samstag verloren die Ulmer das Bundesligaspiel in Oldenburg mit 99:103. Die Kraft mag dabei eine Rolle gespielt haben, aber der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Partien war dieser: Galatasaray hat keinen Rickey Paulding, Oldenburg eben schon.

Der nimmermüde Kapitän der „Donnervögel“, der am Dienstag der kommenden Woche seinen schon 36. Geburtstag feiert, nervt die Ulmer seit Jahren und auch diesmal war er wieder der entscheidende Mann auf dem Feld. Insgesamt gingen 29 Punkte auf sein Konto, zehn waren es allein in der zweiten Zusatzschicht. Der Ulmer Trainer Thorsten Leibenath sagte anerkennend: „Am Ende hat Rickey Paulding wichtige Würfe getroffen, bei denen ich nicht den Eindruck hatte, dass wir die schlecht verteidigt hätten.“ Auch der Ulmer Nationalspieler Ismet Akpinar würdigte die Vorstellung des Oldenburger Seniors: „Er war wie immer unglaublich gut.“

Selbstverständlich kann ein Spiel, das in der zweiten Verlängerung entschieden wird, auch andersrum ausgehen. Einen 69:75-Rückstand drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit glichen die Ulmer noch aus zum 77:77 und dann drehte wie schon gegen Galatasaray Akpinar auf. Der Nationalspieler steuerte in der ersten Verlängerung zwei Dreier zur Ulmer 88:84-Führung bei, doch Oldenburg konterte von draußen durch Franz Massenett und natürlich war es Paulding, der mit zwei Treffern von der Freiwurflinie zum 90:90 dafür sorgte, dass fünf weitere Minuten fällig waren. In denen war der Oldenburger Kapitän dann nicht mehr zu kontrollieren und natürlich ging den Ulmern allmählich auch die Kraft aus, zumal Isaac Fotu mit einem Virusinfekt ins Spiel gegangen war.

Der Neuseeländer musste sich wohl auch wegen seiner gesundheitlichen Probleme mit einem einzigen Feldkorb begnügen. Eine überragende Leistung lieferte dafür auf Ulmer Seite Dwayne Evans mit 24 Punkten bei einer Trefferquote aus dem Feld von mehr als 70 Prozent und zehn Rebounds ab. Ein bisschen Sorgen bereitet dagegen der Spielaufbau. Per Günther findet sich in seiner neuen und reduzierten Rolle noch nicht wirklich zurecht. Erste Wahl ist in dieser Saison bisher Patrick Miller, der aber gegen Oldenburg in einer knappen halben Stunde nur einen einzigen Assist zustellte. Ein Wert, der auf ein ausgeprägtes Ego schließen lässt. In den entscheidenden Phasen übernahm am Samstag Ismet Akpinar die Organisation des Ulmer Spiels.

Weiter geht es übrigens schon am Dienstag (19.30 Uhr) im Eurocup gegen Monaco. Zwei Verlängerungen müssen es dann nicht sein.

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