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Bundesliga
18.10.2018

Vorsicht: Die feiern schon wieder

Alba Berlin feiert, die verletzten Spieler Dennis Clifford ((links) und Johannes Thiemann feiern mit. Deren Ausfall hat der Vizemeister bisher sehr gut weg gesteckt.
Foto: Imago/Camera 4

Mit Berlin kommt die derzeit heißeste Mannschaft mit der größten Feuerkraft zu den Ulmern. Warum deren Trainer Leibenath trotzdem nicht an ein drohendes Debakel denkt

Björn Harmsen war bedient, nachdem seine Mannschaft im Auftaktspiel der Basketball-Bundesliga von Alba Berlin mit 112:55 abserviert worden war. Der Trainer von Jena sagte: „Die Berliner haben gezeigt, warum sie Vizemeister sind. Sie haben sich sogar noch weiterentwickelt und werden dieses Jahr wahrscheinlich noch mehr Freude bereiten.“ Zwei Wochen danach erwischte es Crailsheim beim 76:115 ähnlich schlimm und der Trainer des Aufsteigers war ebenfalls beeindruckt. Der Finne Tuomas Lisalo schwärmte: „Großen Respekt für die wunderbare und effiziente Art, mit der Alba Basketball spielt.“ Thorsten Leibenath verschwendet trotzdem keinen Gedanken daran, dass es auch für Ratiopharm Ulm im Heimspiel gegen die Berliner am Samstag (18 Uhr) ein Katastrophen-Resultat geben könnte. Der Trainer des zweifachen deutschen Vizemeisters begründet: „Wenn ich darüber grüble, dass wir mit 50 Punkten verlieren könnten, dann hilft mir das nicht bei der Vorbereitung. Wir haben am Samstag knapp zwei Stunden lang Zeit, so etwas zu verhindern.“ Seiner Wertschätzung für Alba tut das keinen Abbruch: „Das ist der Frühform nach die beste deutsche Mannschaft.“

Ausgerechnet die haben jetzt die Ulmer vor der Brust, die mitten in einem ohnehin happigen Auftaktprogramm stecken und fünf der ersten sechs Partien in dieser Saison verloren haben. Leibenath akzeptiert den Spielplan so, wie er eben ist und bemüht sich um eine positive Sichtweise: „Wir würden uns auch gegen Crailsheim anstrengen müssen und sollten wir Berlin schlagen, dann wäre das noch mehr Balsam für die Seelen.“

Einer der Gründe für die beeindruckende Stärke des Vizemeisters ist sicher die Tatsache, dass Berlin die meisten Spieler halten konnte, darunter auch den viel umworbenen Bundesliga-MVP Luke Sikma und Spielmacher Peyton Siva. Die Verletzungsprobleme zu Beginn dieser Saison hat Alba zudem gut weg gesteckt. Center Dennis Clifford fällt wegen einer Entzündung der Patellasehne voraussichtlich noch bis Mitte November aus. Daneben hat es auch Johannes Thiemann und Joshiko Saibou ziemlich schlimm erwischt. Leibenath hält es aber durchaus für denkbar, dass Thiemann und Saibou schon am Samstag in der Ratiopharm-Arena wieder dabei sind. Die Ulmer ihrerseits bangen noch um Javonte Green, der wegen einer Augenverletzung am Dienstag im Eurocup gegen Monaco passen musste. Isaac Fotu hat seine Grippe fast auskuriert.

Was Berlin bisher vor allem auszeichnet, das sind die 32 direkten Korbvorlagen pro Spiel, von denen allein mehr als acht auf das Konto von Siva gehen. Zum Vergleich: Der Ulmer Kollege Patrick Miller kommt auf 2,5, der bisher nur etwa halb so lange eingesetzte Kapitän Per Günther immerhin auf drei. Und dann ist da natürlich die gewaltige Berliner Feuerkraft: Die durchschnittlich 113,5 Punkte von Alba in den ersten beiden Bundesligaspielen haben auch in der abgelaufenen NBA-Saison nur vier Mannschaften getoppt. Wohl gemerkt in 48 statt der in Europa üblichen 40 Minuten. Leibenaths Rezept gegen die Offensivmaschine aus der Hauptstadt: „Treffen, den Ball nicht verlieren, schnell zurück rennen. Die Klassiker eben.“

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