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Basketball

15.04.2015

Der Pokalsieger ist heiß auf Ulm

Isaiah Philmore hat seine Verletzung während der zweiwöchigen Pause auskuriert und kann in Oldenburg spielen.
Bild: Horst Hörger

Die Oldenburger haben sich den zweiten Titel in ihrer Vereinsgeschichte gekrallt. Damit sind sie ein Vorbild für die Ulmer, die dieses Ziel seit fast 20 Jahren verfolgen

Von Pit Meier

Ulm Als Fan der Basketballer von Ratiopharm Ulm könnte man ein klein bisschen neidisch werden auf Oldenburg. Seit 1996 jagen die Ulmer dem zweiten Titel in der Vereinsgeschichte hinterher. Den hätte sich die Mannschaft zwischen 2012 und 2014 dreimal in der Endrunde des deutschen Pokals krallen können, einmal sogar in der heimischen Ratiopharm-Arena. Geklappt hat es nie, aber natürlich war Ulm auch nie Favorit.

So wenig wie die Oldenburger am vergangenen Wochenende in ihrer eigenen Ewe-Arena. Doch die „Donnervögel“ haben die Chance beim Schopf ergriffen und sich bei ihrer erst zweiten Teilnahme überhaupt am Top-Four und der ersten seit 2002 mit einem 72:70-Finalsieg gegen Bamberg überaus überraschend den Pott geholt. Anders als die Ulmer kann Oldenburg sich damit nach der Meisterschaft im Jahr 2009 jetzt einen zweiten Titel in den Briefkopf eintragen lassen und Thorsten Leibenath ist davon überzeugt, dass der Oldenburger Hunger auf Erfolge damit mitnichten gestillt ist. „Ich kann mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, dass ein Titel negative Auswirkungen hat“, sagt der Ulmer Trainer vor dem Gastspiel seiner Mannschaft am Freitag (20 Uhr) beim frisch gebackenen Pokalsieger: „Natürlich werden die Oldenburger ein bisschen gefeiert haben. Aber das spielt überhaupt keine Rolle.“

Eine bis dahin bestenfalls mittelmäßige Saison hat Oldenburg mit dem Pokalsieg jetzt schon gerettet. „Mir ist ein Stein von der Größe ganz Deutschlands vom Herzen gefallen“, gestand Nationalspieler Philipp Neumann nach dem Endspiel-Coup. Und Rickey Paulding, der schon Teil der Oldenburger Meistermannschaft 2009 gewesen war, versprach den Fans für den Rest dieser Saison weitere Großtaten: „Natürlich wollen wir das Momentum jetzt unbedingt mitnehmen, uns für die Play-offs qualifizieren und dort gut spielen.“

Die Ulmer ihrerseits waren am Pokalwochenende zur Untätigkeit verurteilt. Die Zwangspause hat unter anderem Isaiah Philmore genutzt, um seine Verletzung auszukurieren. Umso stressiger geht es jetzt weiter, denn die letzten fünf Hauptrundenspiele in der Bundesliga werden innerhalb von nicht einmal zwei Wochen absolviert. Am Donnerstag fliegt die Mannschaft nach Oldenburg, nach zwei Übernachtungen und dem Spiel steht am Samstagvormittag Videostudium im Hotel auf dem Programm. Rückflug am Samstagmittag, ein Training am späten Nachmittag, noch eines am Sonntagvormittag und um 17 Uhr bereits das Heimspiel gegen die Berliner Albatrosse. Die waren achtmal deutscher Meister und achtmal Pokalsieger. Da könnten die Ulmer und die Oldenburger neidisch werden.

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