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Basketball-Bundesliga

17.04.2015

Der Pokalsieger ist hellwach

Vor allem an Caspar Ware (am Ball gegen Brion Rush) ist das anstrengende Pokalwochenende ganz offensichtlich spurlos vorbei gegangen. Der Oldenburger Spielmacher führte seine Mannschaft mit 24 Punkten zum Sieg über Ulm.
Bild: Imago/Burmann

In Oldenburg wirken vielmehr die Ulmer eine Halbzeit lang müde. Dabei hatten die lange Pause

Von Pit Meier

Oldenburg Hat der Pokalsieg die Oldenburger Basketballer beflügelt oder satt gemacht? Haben sich die Spieler von Ratiopharm Ulm in der zweiwöchigen Pause erholt oder sind sie aus dem Rhythmus gekommen? Die Fragen wurden klar beantwortet. Ulm spielte in der Ewe-Arena eine ganz schwache erste Halbzeit und holte sich am Ende trotz einer deutlichen Steigerung im zweiten Durchgang eine 66:74-Niederlage ab.

Dass Oldenburg unter dem neuen Trainer Mladen Drijencic eine knüppelharte Verteidigung spielt, bekamen die Ulmer von der ersten Sekunde an zu spüren. Es gab für sie wenig gute Würfe und die wurden obendrein fast immer vergeben. Zwei Körbe aus dem Feld von Tim Ohlbrecht waren die ganze Ausbeute im ersten Viertel und nach zehn Minuten führte der frisch gebackene Pokalsieger folgerichtig deutlich mit 20:9. Kurz nach Beginn des zweiten Spielabschnitts stellte Julius Jenkins von draußen sogar auf 26:13, dann nahmen die Ulmer den Kampf kurzzeitig an. Es folgten Dreier von Jaka Klobucar und Brion Rush sowie zwei Freiwürfe von Ian Vougioukas zum 26:21, doch dann häuften sich bei Ulm wieder Fehlwürfe, Ballverluste und verlorene Reboundduelle. Weil auch kein wirklicher Wille zu erkennen war, hieß es zur großen Pause wieder 38:26 für Oldenburg.

In der Kabine sind dann vermutlich ein paar deutliche Worte gefallen und wenn gar nichts geht, dann haben die Ulmer ja bekanntlich ihren Dreier als stärkste Waffe. Fünf Würfe von draußen trafen sie im dritten Viertel, drei davon gingen auf das Konto von Per Günther und vor Beginn des letzten Spielabschnitts war die Partie bei einer Oldenburger 56:52-Führung plötzlich wieder offen. Somit 26 Punkte für Ulm im dritten Viertel und mit einer ähnlichen Ausbeute im Schlussabschnitt hätte es sicher gereicht, zumal die Oldenburger nach dem anstrengenden Pokalwochenende jetzt erschöpft waren. Aber irgendwie schlich sich vor allem beim Rebound wieder der Schlendrian ein. Die Ulmer hätten mehrmals in Führung gehen können, sie schafften es nie. Auf Oldenburger Seite bedankte sich der überragende Caspar Ware, der mit einem eigentlich unmöglichen Wurf und einem Korbleger am Ende alles klar machte.

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