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Basketball Elchingen

09.06.2015

Ende einer Basketball-Beziehung

Im März haben Dario Jerkic und Ed Williams mit den anderen Elchinger Spielern die Meisterschaft gefeiert. Mit der Umarmung haben sich der Trainer und der Spieler wohl auch verabschiedet.
Bild: Horst Hörger

Ed Williams war bester Werfer und Rebounder, aber für ihn ist in der nächsten Saison wohl kein Platz mehr im Kader. Auch andere Spieler müssen gehen

Von Pit Meier

Es ist noch keine drei Monate her, dass die Elchinger Scanplus Baskets in der Brühlhalle den Aufstieg in die Pro B gefeiert haben. Inzwischen sind zwei Dinge klar: Die Elche werden wohl auch in der dritthöchsten deutschen Liga eine ordentliche Rolle spielen, und mit einer Reihe von Spielern wird es in der kommenden Saison vermutlich kein Wiedersehen geben. Einer von ihnen ist Ed Williams.

Der 1,98-Meter-Mann wird in diesem Sommer 35 Jahre alt, und er hat als Profi vorwiegend in Deutschland gespielt. Unter anderem in Ulm, Weißenhorn und in den vergangenen zwei Jahren in Oberelchingen, wo er als bester Werfer und Rebounder erheblichen Anteil an Meisterschaft und Aufstieg hatte. Das Problem bei der Elchinger Personalplanung: In der Regionalliga können beliebig viele Ausländer spielen, in der Pro B dürfen nur zwei auf dem Feld stehen, und mit der Einbürgerung hat es nicht so geklappt, wie Williams selbst und der Verein sich das vorgestellt hatten. Als Amerikaner ist er den Elchingern in der dritthöchsten Liga aber wohl nicht mehr jung und nicht mehr gut genug. Dass Peter und Gabor Surmann künftig nicht mehr zum Kader gehören werden, hat dagegen wenig mit der Ausländerquote zu tun. Bei den ungarischen Brüdern hätte es ebenfalls eine Chance auf eine Einbürgerung gegeben. Aber Trainer Dario Jerkic ist überzeugt: „Man kann auch bessere deutsche Spieler bekommen.“

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Dass die Elchinger für nationale Talente sehr interessant sind, das haben sie mit der Verpflichtung von Brian Butler vom Ligakonkurrenten Ehingen bewiesen. Mario Simic, Markus Bretz und Tim Steiner werden auf jeden Fall bleiben. Auf dem Wunschzettel von Jerkic steht jetzt noch ein starker deutscher Spielmacher. An der Gerüchtebörse wird der Deutschamerikaner Kurt Morris vom Braunschweiger Nachwuchsteam gehandelt, auch Sören Fritze will nach fast einjähriger Verletzungspause und dem Abschied von Ratiopharm Ulm irgendwo neu angreifen.

Die Prioritäten hat Jerkic jedenfalls festgelegt, und es sind die im Profibasketball üblichen. Zunächst werden die deutschen Spieler verpflichtet, dann werden die dazu passenden Ausländer gesucht. Jerkic denkt an ein Probetraining, bei dem sich die Interessenten für eine Anstellung empfehlen können, und natürlich wäre dabei auch Ed Williams willkommen. Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass der amerikanische Basketball-Senior sich das noch einmal antut.

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